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Für Kinder besonders wichtig: ein gutes Gehör

HNO-Ärzte unterstreichen Wichtigkeit von Hörtests

Für die normale Entwicklung von Kindern ist gutes Hören sehr wichtig

Für die normale Entwicklung von Kindern ist gutes Hören sehr wichtig
(Quelle: HNOnet NRW)

Kinder haben noch ihr ganzes Leben vor sich und jede Behinderung schlägt bei ihnen weit mehr ins Gewicht als bei Erwachsenen. Gutes Hören spielt bei der Entwicklung von Kindergarten- und Schulkindern eine besondere Rolle. So beeinflusst es die Sprachentwicklung, ermöglicht die soziale Integration und steigert nicht zuletzt die Lebensqualität. Hörstörungen kommen gerade bei Kindergartenkindern und Schulanfängern besonders häufig vor. Bestehen sie über längere Zeit, kann dies zu Verzögerungen der Sprachentwicklung und einer oftmals schweren Lernbeeinträchtigung führen. Deshalb raten die Hals-Nasen-Ohren-Fachärzte aus NRW, bei Verdacht auf Hörstörungen sofort den Facharzt aufzusuchen.

Ob Schul- oder Kindergartenbeginn: Fremde Umgebung, neue Sozialkontakte und der veränderte Tagesablauf stellen Kinder vor große Herausforderungen, die sie mit einer Hörbehinderung wesentlich schlechter bewältigen können. Unkonzentriertheiten, schlechter Lernerfolg oder Niedergeschlagenheit können Begleiterscheinungen sein. Deshalb rät Dr. Uso Walter, Vorsitzender des HNOnet NRW: "Bei den ersten Anzeichen den Facharzt aufsuchen und objektive Hörtests veranlassen. Oftmals reichen Hörtests, wie sie Kinderärzte während den U-Untersuchungen durchführen, nicht aus." Grund: Gerade die bei Kindern am häufigsten vorkommende Mittelohrschwerhörigkeit, die durch Paukenergüsse also Ansammlungen von Flüssigkeit im Mittelohr hervorgerufen wird, stellt hohe Anforderungen an Untersuchungstechniken. So erfordert diese neben der Ohrmikroskopie und verschiedenen Hörtesten auch eine Druckmessung des Mittelohres sowie eine Untersuchung der Nase und der Nebenhöhlen. Diese wird von den Kinderärzten im Rahmen der U-Untersuchungen routinemäßig nicht vorgenommen.

Durch die Paukenergüsse kommt es zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit, bei der der Schall nicht mehr vollständig vom äußeren Ohr zum Innenohr geleitet wird. "Ursachen gestalten sich oft vielseitig", weiß Dr. Walter. "Ohrschmalz, der die Gehörgänge verstopft, Polypen im Nasenrachen sowie chronische Nasen- und Nebenhöhlenentzündungen führen zu einem solchen Hörverlust." Die seltener vorkommenden Innenohrschwerhörigkeiten führen HNO-Ärzte teilweise auch auf vererbte Faktoren zurück, bei der sich das Hörvermögen mit zunehmendem Alter verschlechtern kann. Etwa jedes fünfte schwerhörige Kind erleidet den Hörverlust erst im Verlauf der Kindheit. Auch deshalb sei laut Dr. Walter der Gang zum HNO-Facharzt routinemäßig neben den U-Untersuchungen so wichtig.

Mehr dazu finden Sie unter http://www.hnonet-nrw.de

Weitere Informationen zum Thema:

Presseinformation des HNOnet NRW: Vor allem bei Kindern wichtig: Dazugehören. 17. August 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 18.08.2010
 
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