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Wie Neujahrsvorsätze glücken

Wer an seine Willenskraft glaubt, hält besser durch

Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze

Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze
(Quelle: istockphoto.com/PapaBear)

Zum Jahreswechsel werden sie wieder aktuell: Die guten Vorsätze. Ob wir den nötigen Durchhaltewillen aufbringen, sie auch umzusetzen, hängt wesentlich davon ab, wie wir über Willenskraft denken. Wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, steigen die Chancen, erfolgreich zu sein, wenn wir in ihr eine unversiegbare Quelle sehen. Damit werden bisher gültige Annahmen widerlegt.

Eine Diät halten, sich von unliebsamen Gewohnheiten verabschieden oder weniger fernsehen – immer, wenn es darum geht, Impulse oder Wünsche zu unterdrücken, um ein Vorhaben umsetzen zu können, braucht der Mensch Willenskraft beziehungsweise Selbstkontrolle. Diese scheint umso schwieriger zu werden, je mehr man davon bereits aufgewendet hat. Nach einem anstrengenden Arbeitstag auf Erholung und Fernsehen zu verzichten, um beispielsweise die Steuererklärung auszufüllen, ist deshalb für viele Menschen besonders schwierig.

In den letzten fünfzehn Jahren dominierte deshalb auch die Theorie, dass es sich bei der Selbstkontrolle um eine limitierte Ressource handelt, die sich aufbraucht. Experimente hatten gezeigt, dass bei Personen, die aufeinander folgende Aufgaben zu lösen hatten, die Selbstkontrolle erforderten, Leistungseinbußen auftraten.

Veronika Job, Psychologin der Universität Zürich, gelangt nun zu neuen Erkenntnissen. Sie konnten zeigen, dass es eine entscheidende Rolle spielt, was Menschen über Willenskraft denken. Personen, die glauben, dass Willenskraft limitiert ist, haben bei kontinuierlicher Beanspruchung tatsächlich Schwierigkeiten. Menschen hingegen, die davon überzeugt sind, dass Willenskraft unbegrenzt verfügbar ist, können sich auch bei wiederholter Beanspruchung gut selbst kontrollieren.

„Die Ergebnisse dieser Studie“, erklärt Job, „sind besonders wichtig für Menschen, die mit vielen Ansprüchen an Selbstkontrolle konfrontiert sind.“ Für sie kann es wichtig sein, zu wissen, dass Selbstkontrolle weniger limitiert ist, als dies bisher angenommen wurde. Das sind gute Nachrichten für alle, die sich zum Jahreswechsel viele gute Vorsätze machen wollen: Zu verändern, was Menschen bezüglich ihrer Willenskraft erwarten, kann ihre tatsächliche Fähigkeit zur Selbstkontrolle verändern.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der Universität Zürich: Wie Neujahrsvorsätze glücken. 22. Dezember 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 31.12.2010
 
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