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Gesetzliche Krankenkasse: Anspruch auf Mutter-Kind-Kur

Private Krankenversicherungen übernehmen nicht immer die Kosten

Krankenkassen übernehmen Kosten für Mutter-Kind-Kur

Krankenkassen übernehmen Kosten für Mutter-Kind-Kur
(Quelle: BananaStock)

Für alle Frauen, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, gelten die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Inanspruchnahme von Mütter- oder Mutter-Kind-Kuren. Die Kosten für diese Kurmaßnahmen übernehmen die Krankenkassen. Anders sieht es bei privaten Krankenversicherungen aus: Wie das Müttergenesungswerk hinweist, sind diese Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen nicht automatisch versichert, sondern müssen extra in den abzuschließenden Versicherungsvertrag aufgenommen werden.

Die Rahmenbedingungen für gesetzlich versicherte Mütter sind heute so gut wie nie. Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen sind, wenn die medizinischen Voraussetzungen vorliegen, eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. In Anerkennung des familiären 24-Stunden-Einsatzes müssen ambulante Maßnahmen vorher nicht ausgeschöpft sein. Außerdem haben gesetzlich Versicherte ein Wunsch- und Wahlrecht für die Wahl der richtigen Klinik.

In der privaten Krankenversicherung müssen diese Maßnahmen gegebenenfalls extra versichert werden. „Vor dem Wechsel in eine private Krankenversicherung sollten besonders Familien ihre Bedürfnislage prüfen und genau mit den Leistungen der privaten Krankenversicherungen vergleichen“, warnt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks in Berlin. Ansonsten könne es passieren, dass privat versicherte Mütter auf den Kosten für die Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme sitzen bleiben, oder sogar diese medizinischen Maßnahmen nicht in Anspruch nehmen, weil sie die Kosten selbst nicht tragen können.

Mütter- oder Mutter-Kind-Kuren sind die einzigen zielgruppenspezifischen Gesundheitsangebote für Mütter in der Regelversorgung des Gesundheitssystems. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter oder Mutter und Kind hocheffektiv sind. In den 84 vom Müttergenesungswerk anerkannten Einrichtungen werden die Maßnahmen nach einem besondern Qualitätskonzept ganzheitlich, frauenspezifisch und individuell – von der Lebenssituation jeder Mutter ausgehend – durchgeführt.

Pressemitteilung des Deutschen Müttergenesungswerks: Rechtsanspruch auf Mütter- und Mutter-Kind-Kur in gesetzlicher Krankenversicherung. 09. Februar 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 11.02.2011
 
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