Tipp

Magnesium schützt vor Diabetes

Mineralstoff fördert die Wirksamkeit von Insulin

Vollkornbrot enthält viel Magnesium

Vollkornbrot enthält viel Magnesium
(Quelle: Gabi Schoenemann/ pixelio.de)

Überernährung in Verbindung mit Bewegungsmangel gilt als Hauptursache der rasant steigenden Diabetes-Häufigkeit. Doch offensichtlich trägt ein weiterer, bisher unterschätzter Aspekt der heutigen Ernährung dazu bei, dass der Blutzucker außer Kontrolle gerät: Eine aktuelle Studie weist darauf hin, dass auch ein Mangel an Magnesium die verbreitete Stoffwechselstörung fördert.

Ein Forscherteam um Dae Jung Kim von der Universität von North Carolina, USA, untersuchte die Ernährungsgewohnheiten und Blutwerte von fast 4.500 Amerikanern über einen Zeitraum von 20 Jahren. Dabei zeigte sich: Bei den Personen mit der geringsten Magnesiumzufuhr und den niedrigsten Magnesiumkonzentrationen im Blut entwickelte sich während der Studiendauer wesentlich häufiger ein Diabetes als bei denen mit der besten Magnesiumversorgung.

Mithilfe weiterer Blutwerte lieferten die Wissenschaftler auch mögliche Erklärungen für diesen Zusammenhang: Sie beobachteten, dass bei unzureichender Magnesiumversorgung das Insulin, das Schlüsselhormon des Zuckerstoffwechsels, schlechter wirkt. Diese so genannte Insulinresistenz ist die Ursache des häufigen Typ 2-Diabetes. Schon aus früheren Studien ist bekannt, dass Magnesium die Wirksamkeit des Insulins verbessern kann.

Gleichzeitig zeigten die Wissenschaftler, dass bei einem niedrigen Magnesiumspiegel auch Entzündungswerte im Blut ansteigen. Diese gelten unter anderem als Risikofaktoren für Gefäßschäden und Herzinfarkte. „Das bestätigt, dass ein Magnesiummangel nicht nur einen Diabetes an sich fördert, sondern auch Folgeerkrankungen der Stoffwechselstörung an Herz und Blutgefäßen“, gibt die Gesellschaft für Biofaktoren (GfB) zu bedenken.

Angesichts dieser Erkenntnisse empfiehlt die GfB, der Magnesiumversorgung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der Mineralstoff steckt vor allem in Vollkornprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten. Im Zweifelsfall sollte er in Form eines geeigneten Präparats ergänzt werden. Für Herz-Kreislauf-Kranke und –Gefährdete wie Diabetiker seien Präparate von besonderem Nutzen, die Magnesium in Verbindung mit Orotsäure enthalten. Diese sorgt dafür, dass der Mineralstoff besser in den Körperzellen gebunden werden kann.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der Gesellschaft für Biofaktoren e.V.: Studie bestätigt: Mehr Magnesium – geringeres Diabetes-Risiko. 28. Februar 2011

Alle News

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 02.03.2011
 
Tipp