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Deutsche leben ungesund

Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt zu

Deutsche ernähren sich oft zu fettig

Deutsche ernähren sich oft zu fettig
(Quelle: DAK/Wigger)

Rund acht von zehn Bundesbürgern wissen, dass Übergewicht, ein ungesunder Lebenswandel oder ein erhöhter Blutdruck das Herz krank macht. Doch nur einer von sieben Deutschen lebt und ernährt sich wirklich gesund. Fast die Hälfte treibt wenig oder gar keinen Sport, 40 Prozent essen zuviel Süßes und fast jeder Dritte raucht. Die Folge: Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören mit Abstand zu den häufigsten Gründen für Krankenhausaufenthalte in Deutschland. Das ergab eine repräsentative Umfrage des IMWF Institut für Management – und Wirtschaftsforschung unter mehr als 1.000 Personen.

Rund 42 Prozent aller Todesfälle in Deutschland werden durch Herz-Kreislauf-Erkrankung verursacht. Neben Schlaganfall und Herzinfarkt nehmen dabei auch die weniger beachteten Krankheiten immer mehr zu. So zählt beispielsweise Vorhofflimmern mit einer Million Betroffenen längst zu den Volkskrankheiten. Gesundheitsexperten erwarten, dass diese Zahl in den kommenden Jahren deutlich steigen wird.

Zu den Risikofaktoren für Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems zählen vor allem Übergewicht, ein zu hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Rauchen, ein übermäßiger Alkoholkonsum und ungenügende körperliche Bewegung. Obwohl bekannt ist, dass alle diese Punkte durch eine gesunde Lebensführung ausgeschaltet und das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung verringert werden könnten, sieht die Realität in Deutschland, wie die Umfrage ergab, anders aus.

Während Männer gerne ein Glas Alkohol zuviel trinken oder stärker dazu neigen, viel und fett zu essen, können Frauen sich vor allem bei Süßem nicht zurückhalten. 45 Prozent nehmen nach eigener Aussage zuviel zu zuckerhaltige Lebensmittel zu sich. Außerdem neigen Frauen häufiger als Männer dazu, aus Frust und Stress zu essen. Auch die Bewegung kommt bei den meisten zu kurz: Gut jeder zweiten Frau fehlt es an sportlicher Betätigung. Bei den Männern gaben knapp 40 Prozent an, gar keinen oder zu wenig Sport zu treiben.

„Die Deutschen sind sich bewusst, dass sie ungesund leben und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen Vorschub leisten“, erklärt Wilhelm Alms, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des IMWF. „Studien belegen, dass durch eine konsequente Änderung der Lebensführung ein Großteil der Herz-Kreislauf-Erkrankung vermieden werden kann.“

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH: Nur einer von sieben Deutschen lebt gesund. 22. März 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 22.03.2011
 
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