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Gesund werden durch Hypnose

Studien belegen Wirkung auf das Gehirn

Hypnose wirkt sich auf Gehirnfunktion aus

Hypnose wirkt sich auf Gehirnfunktion aus
(Quelle: iStockphoto)

Nicht nur bei vielen psychischen, sondern auch bei einigen körperlichen Erkrankungen wird Hypnose als Therapiemöglichkeit oder unterstützende Behandlung eingesetzt. Neue Studien belegen jetzt die Auswirkungen der Hypnose auf das Gehirn. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift VITAL bestätigt Dr. Wolfgang Blohm, Leiter der Fachklinik für Hypnose und Psychotherapie in Breklum, die Wirkung dieser mittlerweile anerkannten Therapieform.

Auf der Suche nach einem Beweis für die therapeutische Wirksamkeit der Hypnose wurden bereits mehrere Studien durchgeführt. Das Ergebnis: Die hypnotische Trance beeinflusst die Aktivität des Gehirns, greift in die Biochemie unseres Körpers ein und hilft nachweislich bei Heuschnupfen, Depression, ADHS, Angsterkrankungen, dem Reizdarm-Syndrom und chronischen Schmerzen. Die Wirkung der Hypnose geht sogar so weit, dass sie zu plastischen Veränderungen im Gehirn führt. „Die Gehirnfunktion wird durch Hypnose so verändert, dass es in der Folge auch zu einem veränderten Bewusstseinszustand kommt“, erläutert Blohm.

Völlig unberechtigt sei laut Blohm die Angst vor einer Gehirnwäsche, der willenlosen Auslieferung oder dem Nicht-wieder-Aufwachen. Dieses sei bei einer Hypnose definitiv nicht möglich. Der Patient ist immer wach, immer bei sich und immer Herr seiner Sinne. Er bestimmt, was er in Trance sagt oder tut. Ohne oder gegen seine Zustimmung ist Hypnose nicht möglich. Er ist zu keinem Zeitpunkt ausgeliefert, hilflos oder handlungsunfähig.

Im Rahmen der Hypnose werden dem Patienten verbale Anweisungen, die so genannten Suggestionen, gegeben, die direkt auf das Unbewusste wirken sollen. Der Erfolg der Hypnose hängt von den richtigen Suggestionen ab. „Die gute Trance-Einleitung ist offen“, erklärt Blohm. „Sie gibt nicht autoritär vor, was der Patient zu tun oder zu lassen hat.“ Stattdessen spräche sie eher Einladungen aus, sich auf die innere Wahrnehmung umzustellen. Der Patient selbst entscheide, welche Suggestionen zu ihm passen und welchen er folgen will. So werde von Anfang an die Autonomie des Patienten gewahrt und gefördert.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung des Jahreszeiten Verlags, VITAL: Hypnose: In tiefer Trance gesund werden. 13. April 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 15.04.2011
 
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