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Immer mehr Kinder hören schlecht

Schon Kleinkinder sind hoher Lärmbelastung ausgesetzt

Immer mehr Kinder sind von Hörschäden betroffen

Immer mehr Kinder sind von Hörschäden betroffen
(Quelle: BananaStock)

Hörschäden kommen bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger vor. Daten der Techniker Krankenkasse (TK) zeigen: 2006 haben rund 50 von 1.000 TK-versicherten Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre ein Hörgerät verschrieben bekommen. 2010 waren es schon rund 63 von 1.000. Das entspricht einem Anstieg von 26 Prozent.

"Die Lärmbelästigung hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen", erklärt Sabine Hilker, Fachbereichsleiterin Hilfsmittel bei der TK. "Schon Kleinkinder sind heutzutage lauten Geräuschen wie zum Beispiel vom Straßenverkehr oder Fernseher ausgesetzt. Bei den Jugendlichen sind es vor allen Dingen technische Geräte wie Handy und MP3-Player, die dem Gehör bei Dauerberieselung langfristig schaden können. Ein MP3-Player erreicht durchschnittlich einen Pegel von 95 Dezibel. Ab 85 Dezibel gilt Lärm bereits als gehörschädigend."

Im Gehörgang befinden sich viele kleine Härchen – die so genannten Haarsinneszellen - mit denen der Schall aufgenommen wird. Hört man regelmäßig viel und laut Musik, brechen nach und nach die Haarsinneszellen im Gehörgang ab. Da sie nicht mehr nachwachsen, ist ein Hörverlust nicht heilbar. Deswegen sollten besonders Jugendliche beim Musikhören zwei Regeln beachten: den Regler nicht auf volle Lautstärke drehen und immer wieder Musikpausen einlegen, damit sich das Ohr wieder erholen kann.

Bei Babys und Kleinkindern ist Vorsorge besonders wichtig. Nur Kinder, die gut hören, können problemlos sprechen lernen. In Deutschland kommt eines von 1.000 Kindern mit einer beidseitigen Hörstörung zur Welt. Seit Anfang 2009 können Eltern daher mit ihren Neugeborenen einen Hörtest durchführen. Je früher der Hörschaden festgestellt und behandelt wird, desto besser kann man den Kindern helfen.

Vorsicht gilt auch bei Mittelohrentzündungen. Fast ein Drittel aller Kinder war bis zum dritten Lebensjahr bereits betroffen. In der Folge kann es auch hier im schlimmsten Fall zum Hörverlust kommen. Daher rät die TK den Eltern, mit ihren Kleinen gleich zum Kinderarzt zu gehen, sobald die Ohren schmerzen.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der TK Techniker Krankenkasse: Zum „Tag gegen den Lärm“ am 27. April 2011. 25. April 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 26.04.2011
 
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