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5 Millionen Tabaktote jährlich

Fachgesellschaften wollen zum Rauchstopp ermutigen

Rauchen kann zu zahlreichen Erkrankungen führen

Rauchen kann zu zahlreichen Erkrankungen führen
(Quelle: Pixelio/tommyS)

Allein in diesem Jahr werden weltweit mehr als fünf Millionen Menschen an Tabak bedingten Todesursachen wie Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Lungenerkrankungen und Krebs versterben. Dazu kommen weitere 600.000 Menschen, die an den Folgen des Passivrauchens versterben – ein Viertel davon Kinder. Tabakrauch ist die führende vermeidbare Todesursache weltweit. Anlässlich des diesjährigen Weltnichtrauchertags am 31. Mai macht die Deutsche Krebsgesellschaft auf die Folgen des Rauchens aufmerksam.

„Rauchen ist das wichtigste vermeidbare Krebsrisiko“, betont Dr. Jutta Hübner der Deutschen Krebsgesellschaft. „Rund 25 Prozent aller Krebstodesfälle sind Tabakrauch bedingt.“ Außerdem ist Rauchen der Risikofaktor Nummer 1 für die chronisch obstruktive Bronchitis, an der weltweit 7 bis 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden. Durch Nichtrauchen könnten 60 Prozent der Herzinfarkte bei Männern und sogar 75 Prozent der Herzinfarkte bei Frauen verhindert werden. Rauchen erhöht auch das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 massiv und hohe Nikotinwerte im Blut verschlechtern den Langzeitblutzuckerwert bei Diabetikern erheblich. Rauchen begünstigt weiterhin die Entstehung und das Fortschreiten von Nierenerkrankungen bei Diabetikern und erhöht das Risiko für weitere Folgeerkrankungen des Diabetes.

Die Deutsche Krebsgesellschaft und acht weitere medizinische Fachgesellschaften möchten deshalb anlässlich des diesjährigen Weltnichtrauchertags alle Raucher ermutigen, mit dem Rauchen sofort aufzuhören. „Der Ausstieg lohnt sich immer!“, erklärt Hübner. „Denn mit jedem Nichtraucherjahr sinkt auch das Herzinfarkt- und das Krebsrisiko.“ Bereits nach zwei Jahren hat sich das Herzinfarktrisiko und das Risiko an Herzkreislauferkrankungen zu sterben halbiert. Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt sein Diabetesrisiko um rund 60 Prozent. Nach fünf rauchfreien Jahren hat sich das Risiko für Speiseröhren-, Mundhöhlen- und Luftröhrenkrebs halbiert, nach zehn rauchfreien Jahren auch das Lungenkrebsrisiko.

Menschen, die vor ihrem 35. Lebensjahr das Rauchen aufgeben, haben statistisch eine nahezu gleich hohe Lebenserwartung wie Menschen, die nie geraucht haben. Sogar 60-Jährige profitieren, das Rauchen aufzugeben und können dadurch ihre Lebenserwartung noch um einige Jahre erhöhen – und zwar mehr als dies mit irgendeiner anderen medizinischen Maßnahme möglich ist.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.: Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2011 . 30. Mai 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 31.05.2011
 
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