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Alkoholmissbrauch bei Jung und Alt

Viele unterschätzen die gesundheitlichen Risiken

Die Gefahren von Alkohol werden häufig unterschätzt

Die Gefahren von Alkohol werden häufig unterschätzt
(Quelle: DAK/Schläger)

Alkohol ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland. Insgesamt trinken fast zehn Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Rund 1,3 Millionen sind alkoholabhängig. Viele Jugendliche und Erwachsene unterschätzen die gesundheitlichen Risiken und das Abhängigkeitspotenzial von Alkohol massiv. Darauf macht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni aufmerksam.

Legale Suchtmittel wie Alkohol werden häufig nicht als gefährliche Drogen angesehen. Der Alkoholkonsum in Deutschland ist daher in fast allen Altersgruppen – teilweise sogar bereits bei Kindern – verbreitet. Wie die hohen Zahlen der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingelieferten Menschen zeigen, unterschätzen viele die gesundheitlichen Risiken von Alkohol. In nahezu jedem Alter wächst von Jahr zu Jahr der Anteil derer, die aufgrund eines akuten Rausches medizinisch versorgt werden müssen.

„Das Abhängigkeitspotenzial und die gesundheitlichen Gefahren von Alkohol werden von Jugendlichen und Erwachsenen stark bagatellisiert“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Doch Alkohol ist ein Zellgift, das fast alle Organe im Körper schädigen und zum Beispiel Herzmuskel- und Krebserkrankungen verursachen kann.“ Täglich sterben allein in Deutschland rund 200 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs. Schon geringe Alkoholmengen können auf Dauer zu Gesundheitsschäden führen. Deshalb sollten Frauen pro Tag nicht mehr als 12 Gramm Reinalkohol (1 kleines Glas Bier) und Männer nicht mehr als 24 Gramm Reinalkohol (2 kleine Gläser Bier) an maximal fünf Tagen in der Woche trinken.

Vor allem Kinder und Jugendliche sind durch Alkohol gefährdet. Je früher sie mit dem Alkoholtrinken beginnen, desto größer ist die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung, da ihr Körper sich noch in der Entwicklung befindet. Darüber hinaus steigt das Risiko einer späteren Abhängigkeit. Das Jugendschutzgesetz sieht daher vor, dass Alkohol für Heranwachsende unter 16 Jahren generell tabu ist. Doch noch immer greifen einer aktuellen BZgA-Studie zufolge 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal wöchentlich zu alkoholischen Getränken.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Zum Weltdrogentag am 26. Juni: Alkoholmissbrauch bei Jung und Alt. 24. Juni 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 24.06.2011
 
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