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Gesundheitsgefahr durch Babypuder

Experten fordern Verbot talkumhaltigen Puders

Babypuder kann ein Gesundheitsrisiko darstellen

Babypuder kann ein Gesundheitsrisiko darstellen
(Quelle: Bananastock)

Talkumhaltiger Babypuder kann bei Babys und Kleinkindern zu schweren Gesundheitsstörungen führen. Atmet ein Kind versehentlich den Puder ein, kann er in die Lunge gelangen und zu Atembeeinträchtigungen bis hin zu schweren Lungenschäden führen. Davor warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin und fordert eine Umstellung auf sichere Verschlusssysteme oder das Verbot talkumhaltigen Babypuders.

„Eine typische Unfallsituation besteht, wenn das Kind zum Wickeln auf dem Rücken liegt, sich die Puderdose unbeabsichtigt über ihm öffnet und das Puder herausrieselt“, erklärt Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung. Anlass für die Forderung des BfR war der schwere Vergiftungsunfall eines zweijährigen Mädchens. Das Kind hatte beim Wickeln mit einer verschlossenen Puderdose gespielt, bis sich die Dose öffnete. Der Puder ergoss sich über das Gesicht des Kindes und wurde von ihm eingeatmet. In der Folge musste das Mädchen mehrere Tage lang intensivmedizinisch behandelt werden.

Bereits in der Vergangenheit waren dem BfR ähnliche Fälle gemeldet worden. Insgesamt haben für den Zeitraum von 1979 bis 2008 die Giftinformationszentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz 113 Unfälle durch Einatmen von Babypuder dokumentiert. In den meisten Fällen waren Kinder im Alter von einem halben bis zu zwei Jahren betroffenen. In den dokumentierten Fällen haben die Kinder keine bleibenden Schäden davon getragen.

Nach Ansicht vieler Kinderärzte ist aus medizinischer Sicht die Verwendung von talkumhaltigem Babypuder nicht notwendig. Um zukünftig Unfälle durch das Einatmen des Puders zu vermeiden, empfiehlt das BfR daher, die Puderdosen entweder auf sichere Verschlusssysteme umzustellen oder talkumhaltigen Babypuder zu verbieten.

Pressemitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung, Berlin: Talkumhaltiger Babypuder ist ein Gesundheitsrisiko. 27. Juni 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 29.06.2011
 
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