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Hautreizungen durch Enthaarungscremes

BfR warnt vor großflächigem Auftragen

Vorsicht bei der Anwendung von Enthaarungscremes

Vorsicht bei der Anwendung von Enthaarungscremes
(Quelle: Pixelio/Albrecht E. Arnold)

Viele Frauen und auch Männer verwenden Enthaarungscremes, um unerwünschte Haare einfach und schmerzlos zu entfernen. Doch die in den Cremes enthaltene Thioglykolsäure kann bei nicht sachgemäßer Anwendung leichte bis mittelschwere Hautreizungen hervorrufen und auch zu allergischen Reaktionen führen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deshalb, unbedingt auf die Anwendungshinweise zu achten.

In Enthaarungscremes ist Thioglykolsäure enthalten. Diese wirkt auf das Keratin im Haar ein und zerstört die Haarstruktur. Der gewünschte Effekt tritt ein: Das Haar lässt sich entfernen. Laut Kosmetikverordnung darf Thioglykolsäure in Enthaarungsmitteln in einer Konzentration von bis zu fünf Prozent enthalten sein. Dieser Grenzwert ist für die übliche Anwendung von Enthaarungscremes gedacht, die sich auf begrenzte Hautflächen beschränkt. Die Hersteller geben auf der Verpackung oder in einer Verpackungsbeilage in der Regel an, wie ihre Produkte angewendet werden sollen.

Doch offenbar wenden Verbraucherinnen und Verbraucher Enthaarungscremes zunehmend großflächig an. Dem BfR sind Fälle bekannt, in denen Personen dadurch Hautreizungen erlitten. Nicht geklärt ist, ob der extrem basische pH-Wert der Produkte Auslöser dafür ist oder die enthaltene Thioglykolsäure. Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, empfiehlt deshalb allen Verbrauchern, sich unbedingt an die Herstellerhinweise zu halten, um das Risiko für Hautreizungen und allergische Reaktionen zu verringern. Insbesondere sollten die Produkte nicht großflächig aufgetragen werden und der Kontakt mit Schleimhäuten sollte vermieden werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung: Enthaarungscremes nicht großflächig auftragen. 18. Juli 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 19.07.2011
 
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