Tipp

Augenlaser-OP: Auf Qualität achten

Augenärzte warnen vor möglichen Risiken

Eine Augenlaser-OP ist nicht ohne Risiken

Eine Augenlaser-OP ist nicht ohne Risiken
(Quelle: Pixelio/Papiertiger)

Seit mehr als 25 Jahren können Augenärzte Fehlsichtigkeiten mit einem Laser korrigieren. Trotz aller Erfahrung handelt es sich dabei um einen operativen Eingriff, der auch Risiken birgt. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) betont deshalb, dass Patienten sollten sich deshalb in Zentren behandeln lassen sollten, die eine geprüfte Qualität bei der Diagnose und Behandlung nachweisen können.

In jeder größeren Stadt bieten Laserzentren heute eine Korrektur von Kurz- oder Weitsichtigkeit an. Auch Hornhautverkrümmungen lassen sich so beheben. Die Behandlung dauert weniger als eine halbe Stunde und die meisten Patienten können noch am selben Tag wieder ohne Brille scharf sehen. Dennoch sei die Laserbehandlung kein Verfahren, dem man sich „eben mal schnell“ unterziehen könne, warnt Professor Dr. med. Thomas Kohnen von der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) der DOG und dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. „Trotz aller Routine und Sicherheit handelt es sich dabei um eine Operation“, betont Kohnen. Wie bei jeder Operation gebe es Risiken, auch wenn diese bei der Laserbehandlung sehr gering seien – sofern alle Standards eingehalten werden.

Die Standards betreffen die Hygiene im Operationsraum, die genutzten Geräte und die Ausbildung des Augenarztes. Gesetzlich Regelungen für Laseroperationen gibt es nicht. Allerdings hat die KRC aus Basis aktueller Forschungsergebnisse Richtlinien zu den verschiedenen Behandlungsverfahren festgelegt. Auch das TÜV-Zertifikat und eine DIN-ISO-Zertifizierung der Klinik können einen Hinweis auf geprüfte Qualität geben. Eine Teilnahme an derartigen Prüfverfahren ist für Ärzte und Kliniken jedoch immer freiwillig. Auf der Homepage der KRC können Patienten sich darüber informieren, welche Ärzte geprüft wurden, ob das ihnen angebotene Verfahren als sicher eingestuft wird oder ob es sich noch in der wissenschaftlichen Erprobungsphase befindet.

Entscheidend für den Erfolg des Eingriffs ist auch die richtige Auswahl der Patienten. Nicht jede Fehlsichtigkeit lässt sich mit dem Laser korrigieren. Behandelbar sind Kurzsichtigkeiten bis etwa -8 bis -10 Dioptrien, Weitsichtigkeiten bis zirka +3 bis +4 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis etwa 5 Dioptrien. Neben diesen Grenzwerten spielen auch die Pupillengröße sowie die Dicke und Beschaffenheit der Hornhaut eine Rolle. Der Chirurg sollte seine Patienten zudem nicht nur über Laserverfahren aufklären. „Nicht für jeden Fehlsichtigen ist dies die beste Wahl“, betont Kohnen. „Viele Patienten sind mit der Implantation von Kunstlinsen zusätzlich zur oder als Ersatz der natürlichen Augenlinse besser beraten. Bei andere scheidet eine refraktiver Eingriff ganz aus.“

Homepage der Kommission Refraktive Chirurgie

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft: DOG-Kongress: Beim Lasern von Fehlsichtigkeiten auf geprüfte Qualität achten. 09. August 2011

Alle News

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 09.08.2011
 
Tipp