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Osteoporose immer häufiger bei Männern

Urologen empfehlen frühzeitige Risikoabklärung und Prävention

Immer mehr Männer leiden unter Knochenschwund

Immer mehr Männer leiden unter "Knochenschwund"
(Quelle: Claudia Hautumm/pixelio.de)

Wer bei Osteoporose immer noch von einer typischen Frauenkrankheit nach der Menopause ausgeht, muss umdenken: Von den mehr als acht Millionen Deutschen, die an Osteoporose leiden, sind etwa ein Drittel Männern – Tendenz steigend. Um der Erkrankung frühzeitig vorbeugen zu können, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) deshalb allen Männern ab 50 Jahren, ihr Osteoporoserisiko abklären zu lassen.

Bei der Osteoporose führen alters- und krankheitsbedingte Veränderungen im Stoffwechselhaushalt zu einer kontinuierlichen Verringerung von Dichte und Masse der Knochen. Als Folge des Abbaus der Knochensubstanz nimmt deren Brüchigkeit zu. „Angesichts unserer häufig älteren männlichen Patienten sind Urologen für die Risikoabklärung von Osteoporose beim Mann gefragt“, erklärt Prof. Dr. med. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der DGU. Er sieht die Notwendigkeit, das Bewusstsein für Osteoporose beim Mann zu schärfen. Denn oft werde eine entsprechende Diagnose zu spät – nämlich erst nach Knochenbrüchen bei geringsten Anlässen – gestellt. Frühzeitige Kenntnis über das Osteoporoserisiko, das mit steigender Lebenserwartung zwangsläufig zunehme, ermögliche jedoch wirksame Präventionsmaßnahmen.

Grundsätzlich wird zwischen primärer und sekundärer Osteoporose unterschieden. Bei der primären sind keine krankhaften Ursachen festzustellen, während bei der sekundären eine andere Erkrankung oder auch deren Therapie der Auslöser der Osteoporose ist. Männer leiden meist unter einer sekundären Osteoporose. Bei ihnen ist die Suche nach den krankheitsbedingten Ursachen vorrangig, um eine kausale Therapie einleiten zu können. Ein wichtiger Risikofaktor für Osteoporose beim Mann ist ein Mangel am Sexualhormon Testosteron, der beispielsweise durch eine antiandrogene Therapie bei Prostatakrebs ausgelöst werden kann. Weitere Risikofaktoren sind eine Langzeitbehandlung mit Kortison, Nierenfunktionsstörungen, ungesunde Ernährung, Nikotin, Alkohol und Bewegungsmangel.

Dr. Axel Schroeder vom Berufsverband der Deutschen Urologen, empfiehlt Männern jenseits der 50, bei ihren Routineterminen beim Urologen auch ihr Osteoporoserisiko abklären zu lassen – besonders, wenn sie zu den Risikogruppen gehörten oder typische Symptome zeigten. „Typische Symptome sind akut auftretende Schmerzen des Skeletts, ungewollter Gewichtsverlust um mehr als zehn Prozent sowie besonders das Schrumpfen der Körpergröße um mehr als vier Zentimeter in einem Jahr“, erklärt Schroeder.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie: Immer häufiger Osteoporose bei Männern. 24. August 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 27.08.2011
 
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