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Natürliche Hilfe bei Blasenentzündungen

Frühzeitige Einnahme pflanzlicher Arzneimittel kann helfen

Pflanzliche Tees helfen gegen Blasenentzündungen

Pflanzliche Tees helfen gegen Blasenentzündungen
(Quelle: sassi/Pixelio)

Mit Beginn der kalten und feuchten Jahreszeit steigen die Zahl der Harnwegsinfektionen und deren Beständigkeit. Oft entwickelt sich aus einer einfachen Blasenentzündung ein lästiger und teilweise schmerzhafter Dauerbrenner. Schnelle Abhilfe schaffen Antibiotika, auf deren Einnahme aber möglichst verzichtet werden sollte. Verträglicher sind hingegen pflanzliche Arzneimittel. Sie helfen aber nur dann, wenn sie frühzeitig eingesetzt werden.

„Erste Anzeichen für eine Entzündung von Harnblase und –röhre oder Harnleiter sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen“, erklärt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Betroffenen fiele die Blasenentleerung schwer, ebenso wie sie über häufigen Harndrang klagten. Auch könnten krampfartige Schmerzen und Fieber auftreten. „Eine nicht behandelte Entzündung kann chronisch werden und eine Nierenbeckenentzündung verursachen.“ Symptome sollten deshalb nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

„Bei Auftreten erste Symptome muss nicht gleich ein Antibiotikum verschrieben werden“, sagt Klämbt. Betroffene sollten zunächst versuchen, die Infektion mit viel Trinken und pflanzlichen Medikamenten in den Griff zu bekommen. Der Grund dafür: Bei der unnötigen Einnahme von Antibiotika besteht immer die Gefahr der Resistenzbildung. Ist dann irgendwann tatsächlich ein Antibiotikum lebensnotwendig, kann es sein, dass die Bakterien nicht mehr auf dieses reagieren und somit auch nicht mehr abgetötet werden können.

Betroffene sollten alle halbe Stunde ein Glas Flüssigkeit zu sich nehmen. „In der Apotheke sind zudem rezeptfrei spezielle Blasen- und Nierentees erhältlich, deren Inhaltsstoffe die Blase anregen und durchspülen“, weiß Klämbt. Diese Tees enthalten Teedrogen wie Birkenblätter, Goldrutenkraut und Schachtelhalmkraut, die antibakteriell wirken. Alternative können auch pflanzliche Kombinationspräparate aus Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel eingenommen werden. „Die darin enthaltenen Senföle sind Scharfstoffe und wirken ebenfalls entkeimend.“

Doch nicht immer kann auf Antibiotika verzichtet werden. „Bestehen die Beschwerden nach fünf Tagen Selbstmedikation immer noch, ist ein Ganz zum Arzt unumgänglich“, rät Klämbt. Bei Fieber mit Schüttelfrost, starken Schmerzen auf und um der Bauchnabelebene und bei Blut im Urin sollte die Selbstmedikation ebenfalls eingestellt werden. Schwangere sollten bereits bei ersten Anzeichen einer Harnwegsinfektion einen Arzt aufsuchen. „Die Bakterien können bei Erkrankung der Harnwege in die Gebärmutter wandern und auch dort eine Infektion auslösen“, erklärt Klämbt. „Eine Fehlgeburt kann die Folge sein.“ Auch von einer Selbstmedikation mit pflanzlichen Wirkstoffen rät Klämbt Schwangeren ab. In gewissen Mengen könnten die Inhaltsstoffe Auswirkung auf den Fötus haben und zu Missbildungen oder einer Fehlgeburt führen.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung der Apothekerkammer Bremen: Dauerbrenner Harnblase. 09. November 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 12.11.2011
 
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