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Rheuma macht Knochen brüchig

Betroffene Frauen sollten früh Vorkehrungen treffen

Frauen mit Rheuma sollten ihre Knochendichte messen lassen

Frauen mit Rheuma sollten ihre Knochendichte messen lassen
(Quelle: Claudia Hautumm/pixelio.de)

Frauen, die unter Rheuma leiden, haben bereits in einem Alter unter 50 Jahren ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche und sollten deshalb entsprechende Vorkehrungen treffen. Darauf weisen Ärzte des Bundesverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling hin. Bei Männern mit Rheuma zeichnet sich ein erhöhtes Risiko offenbar erst in späteren Jahren ab.

Um rechtzeitig ein bestehendes Osteoporose-Risiko zu erkennen, sollten Frauen mit Rheuma schon früh ihre Knochendichte messen lassen. „Außerdem ist zur Stärkung der Knochen eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, Kalzium und Sonnenlicht wichtig“, betont Professor Klaus Krüger vom BRDh. Vitamin D wird zu 80 bis 90 Prozent mithilfe der UV-Strahlen der Sonne in der Haut gebildet und dazu benötigt, das die Knochen härtende Kalzium aus dem Verdauungstrakt aufzunehmen. Aufgrund der Lichtabhängigkeit kann es vor allem in den Wintermonaten zu einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel kommen.

Ein chronischer schwerer Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko einer Knochenausdünnung (Osteoporose) oder Knochenweiche (Osteomalzie), während ein milder oder mäßiger Vitamin D-Mangel vor allem diffuse Schmerzen und andere nicht-spezifische rheumatische Beschwerden fördert. „Falls ein Mangel vorliegt, sollte eine Substitutionstherapie – das heißt eine gezielte Nahrungsergänzung mit Vitamin D – durchgeführt werden“, empfiehlt Krüger. „Dabei ist allerdings auf eine korrekte Einhaltung der verschriebenen Dosis zu achten, da eine Überdosierung von Vitamin D auch negative Auswirkungen haben kann.“

Bei bestehender Osteoporose sollten zusätzlich Medikamente wie zum Beispiel Biphosphonate eingenommen werden. „Neben regelmäßiger Bewegung, die zur Stabilität und Festigung der Knochen beiträgt, sollte auch auf eine kalziumreiche und phosphatarme Ernährung geachtet werden“, rät Krüger. Dies lässt sich erreichen durch viel Milch bzw. Milchprodukte (Käse, Molke, Joghurt), grünes Gemüse (Broccoli, Grünkohl, Porree), Sesam und Kalziumsalze (in manchen Mineralwassern oder Fruchtsäften). Gleichzeitig sollten möglichst wenig phosphathaltige oder oxalsäurehaltige Lebensmittel verzehrt werden (wie z.B. Weißbrot, Wurst, Fleisch, Softdrinks, Schmelzkäse), da diese die Kalziumaufnahme aus dem Darm und Einlagerung in die Knochen verhindern können.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung des Berufsverbands Deutscher Internisten e.V.: Frauen mit Rheumatoider Arthritis drohen Knochenbrüche. 05. Dezember 2011

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 06.12.2011
 
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