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Neue Befreiungsgrenzen bei Medikamentenzuzahlung

Durch Alternativpräparate Geld in der Apotheke sparen

Apotheker informieren über zuzahlungsfreie Arzneimittel

Apotheker informieren über zuzahlungsfreie Arzneimittel
(Quelle: Klicker/Pixelio)

Seit Jahresbeginn gelten neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Arzneimittel, die gesetzlich versicherten Patienten auf Rezept verordnet werden. Die Krankenkassen mussten diese Beträge neu berechnen, weil der Gesetzgeber den Großhandelszuschlag in der Arzneimittelpreisverordnung verändert hat. Darauf macht die ADBA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände aufmerksam.

Derzeit unterliegen 32.336 Arzneimittel einem so genannten Festbetrag, einem für alle gesetzlichen Krankenkassen geltenden Erstattungshöchstbetrag. Davon sind mit Stand vom 1. Januar 2012 6.212 Arzneimittel zuzahlungsbefreit; das sind mit 19,2 Prozent fast ein Fünftel aller Medikamente. Arzneimittel können grundsätzlich von der Zuzahlung befreit werden, wenn ihr Preis 30 Prozent unter dem Festbetrag liegt. Beide Werte werden vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) festgesetzt.

Welche Medikamente aktuell zuzahlungsfrei sind, können Patienten im Internet auf dem offiziellen Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen (www.aponet.de) nachlesen. Alternativ kann sich jeder Kunde bei der Rezepteinlösung ganz persönlich in der Apotheke nach einem zuzahlungsfreien Alternativpräparat erkundigen. Kinder und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind grundsätzlich zuzahlungsbefreit.

Für zuzahlungspflichtige Arzneimittel gilt: Ist auf dem Rezept kein Befreiungsvermerk eingetragen oder liegt keine Befreiungsbescheinigung vor, sind die Apotheken gesetzlich verpflichtet, Zuzahlungen von den Versicherten zu erheben und an die Krankenkassen weiterzuleiten. Jährlich sind das etwa 1,8 Milliarden Euro. Bei den Arzneimitteln belaufen sich die Zuzahlungen auf 10 Prozent des Preises des Arzneimittels. Mindestens sind es 5 Euro und höchstens 10 Euro. Es sind jedoch nie mehr als die tatsächlichen Kosten des Arzneimittels zu entrichten.

Pressemitteilung der ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: Neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Arzneimittel. 06. Januar 2012

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 07.01.2012
 
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