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Kaffee ist doch gesund

Kein erhöhtes Risiko für chronische Erkrankungen durch Kaffeekonsum

Kaffee kann das Risiko für Diabetes verringern

Kaffee kann das Risiko für Diabetes verringern
(Quelle: Benjamin Thorn/Pixelio)

Eine gute Nachricht für alle Kaffeetrinker: Das Heißgetränk erhöht nicht, wie bisher angenommen, das Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen, sondern führt sogar zu einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Dabei sank das Risiko für Diabetes bei Personen, die täglich mehr als vier Tassen koffeinhaltigen Kaffee tranken, um 23 Prozent. Ein ähnlicher Zusammenhang deutete sich auch für den Konsum von entkoffeiniertem Kaffee an.

Kaffee ist weltweit eines der beliebtesten alkoholfreien Getränke und enthält eine Mixtur aus verschiedenen Inhaltsstoffen wie Koffein, Chlorogensäure, Polyphenole, Nikotinsäure und Mineralstoffe. Diese Substanzen können den menschlichen Stoffwechsel durchaus beeinflussen und stehen teilweise mit positiven und teilweise mit negativen Gesundheitseffekten in Verbindung. Die gesundheitlichen Effekte des Kaffeekonsums stehen daher immer wieder im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen, wobei in den meisten Studien oft nur die Beziehung zwischen Kaffeegenuss und einer Erkrankungsart untersucht wurde. Das deutsche Forscherteam um Heiner Boeing und Anna Flögel, Ernährungs-Epidemiologen am DIfE, analysierte nun die Langzeiteffekte des Kaffeekonsums nicht nur hinsichtlich einer Erkrankung, sondern im Bezug auf mehrere chronische Erkrankungen gleichzeitig.

Neben den Ernährungs- und Lebensstildaten erfassten und analysierten die Wissenschafter auch die medizinischen Daten der 42.600 Studienteilnehmer. In der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von knapp neun Jahren erkrankten erstmals 1.432 Probanden an Typ-2-Diabetes, 394 erlitten einen Herzinfarkt, 310 einen Schlaganfall und 1.801 Teilnehmer erkrankten an Krebs. Verglichen die Forscher die Daten von Personen, die sehr viel Kaffee tranken, mit den Daten von Personen mit einem sehr geringen Konsum, so konnten sie keine Risikoerhöhung für die in den westlichen Industrienationen häufig auftretenden chronischen Erkrankungen feststellen. Bei Personen, die viel Kaffee tranken, beobachteten sie sogar ein vermindertes Typ-2-Diabetes-Risiko.

„Unsere Studienergebnisse decken sich mit den Resultaten aktueller prospektiver Studien aus den USA“, erläutert Flögel. Wer Kaffee also gut vertrage und ihn gerne trinkt, sollte dies somit auch weiterhin tun, so die Epidemiologin. Andersherum sollten sich Menschen aber aufgrund der Ergebnisse nicht genötigt sehen, mit dem Kaffeetrinken zu beginnen. „Es ist wichtiger, darauf zu achten, ausreichend Vollkornprodukte, wenig Fleisch sowie viel Obst und Gemüse zu essen, nicht zu rauchen und sich ausreichend zu bewegen“, ergänzt Boeing. Für die Flüssigkeitszufuhr böten sich neben Kaffee auch andere Getränke mit einem geringen Energiegehalt an wie Tee und Wasser.

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke: Kaffeetrinken ist nicht mit einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen verbunden. 22. Februar 2012

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 24.02.2012
 
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