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Krebsprävention durch Abnehmen

Diäten und Sport reduzieren das Krebsrisiko

Durch Abnehmen kann Krebs vorgebeugt werden

Durch Abnehmen kann Krebs vorgebeugt werden
(Quelle: DAK/Wigger)

Übergewicht begünstigt Entzündungen, die als krebsfördernd gelten. Wissenschaftler stellten jetzt fest, dass eine Reduktion von Kalorien allein oder in Kombination mit Sport Entzündungswerte um mehr als ein Drittel senken können – ein vergleichbarer Umfang wie durch entzündungshemmende Medikamente. Gewichtsabnahme kann daher als wirkungsvoller Beitrag zur Krebsprävention angesehen werden.

Etwa 25 Prozent aller Krebsfälle weltweit gehen nach Ansicht von Epidemiologen auf das Konto von Übergewicht und Bewegungsmangel. Zu den Krebserkrankungen, bei denen ein gesicherter Zusammenhang zu Übergewicht besteht, zählen Brustkrebs, Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs. In über der Hälfte der Fälle von Krebs der Gebärmutterschleimhaut gilt Übergewicht als Ursache, ebenso in mehr als 20 Prozent der Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren. Neben hormonellen Veränderungen gilt vor allem der chronisch-entzündliche Zustand des Fettgewebes bei Übergewichtigen als Risikofaktor: Die zahlreichen Entzündungszellen geben Botenstoffe ab, welche die Krebsentstehung begünstigen. „Die Entzündungsmarker lassen sich zwar auch mit Medikamenten drosseln, aber das ist oft mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden“, erklärt Prof. Cornelia Ulrich vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Deshalb untersuchte sie mit Kollegen, ob übergewichtige Frauen durch Sport und/oder Kalorienreduktion dem risikoreichen Entzündungszustand entgegenwirken können.

439 übergewichtige Frauen mit einem durchschnittlichen Körperfettanteil von beinahe 50 Prozent wurden in drei verschiedene Studiengruppen (Diät, Diät und Sport, Sport allein) und eine Kontrollgruppe eingeteilt und ein Jahr lang untersucht. Gemessen wurden in dieser Zeit verschiedene Entzündungsmarker. Für die Frauen, die auf schmale Kost gesetzt worden waren, und für die Teilnehmerinnen der Diät- und Sport-Gruppe galt allgemein: je größer die Gewichtsabnahme, desto mehr sanken die Entzündungsparameter im Vergleich zur Kontrollgruppe. Frauen, die nur Sport getrieben hatten, erreichten eine Verbesserung der Laborwerte nur dann, wenn sie gleichzeitig ihr Gewicht reduzierten.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Übergewichtige mit einer Lebensstilveränderung viel Gutes für sich tun und ihr Krebsrisiko senken können“, fasst Ulrich zusammen. Eine Reduktion der Entzündungswerte in dieser Größenordnung lassen sich sonst nur mit Medikamenten erreichen. „Und diese Medikamente haben Nebenwirkungen, die eine gesunde, fettarme Ernährung und Sport nicht haben. Unser Ergebnis beweist, dass sich bereits verhältnismäßig moderate Abnehmerfolge von 5 bis 10 Prozent des Körpergewichts drastisch auf krebsfördernde Faktoren im Körper auswirken.“

Weitere Informationen zum Thema:

Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums: Abnehmen bremst krebsfördernde Entzündungen. 07. Mai 2012

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 08.05.2012
 
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