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Dicker Po kann vor Krankheiten schützen

"Hüftgold" senkt Risiko für Diabetes und Herzbeschwerden

Speck am Po ist gesünder als das gefährliche Bacuhfett

Speck am Po ist gesünder als das gefährliche Bauchfett
(Quelle: Photodisc)

Ein dicker Po und eine Fettschicht um die Schenkel sind laut einer britischen Studie gut für die Gesundheit. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen mit einer birnenförmigen Statur ein geringeres Risiko für Diabetes oder Herzerkrankungen besitzen, als solche, die durch viel Bauchfett eher apfelförmig sind.

Der Grund: Die Fettschichten an Bauch und Hüften haben unterschiedliche Speichereigenschaften. Während Fettsäuren aus dem Bauchfett bei körperlicher Anstrengung schnell in den Blutkreislauf abgegeben werden, bleiben sie an Po, Hüften und Schenkeln langfristiger eingelagert. Dadurch gelangen weniger Fettmoleküle in die Leber oder die Muskeln, wo sie Herzkrankheiten und Diabetes begünstigen können. Einen zusätzlichen Effekt könnten außerdem Hormone spielen, die von den Fettzellen ausgeschüttet werden. Denn das Fett am Bauch produziert Hormone, die Entzündungen fördern können, was wiederum mit der Zuckerkrankheit und mit Herzleiden im Zusammenhang steht. Möglicherweise kann auch hier das "Hüftgold" wieder punkten. Die Forscher vermuten nämlich, dass die Fettzellen an den typischen "Problemzonen" vieler Frauen Hormone bilden, die der Entstehung solcher Erkrankungen entgegenwirken.

Prinzipiell ist der Schutzeffekt den Angaben der Forscher zufolge unabhängig vom Gewicht. Theoretisch wäre sogar ideal, möglichst viel Fett an Hüften und Po zu haben - solange es sich nicht am Bauch ablagert. Allerdings steigt mit zunehmendem Gewicht auch immer die Masse an Bauchfett, wodurch die positiven Eigenschaften des Hüftspecks überlagert werden.

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Pressemitteilung der Oxford University: Being pear shaped protects against heart disease. 12. Januar 2010

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 22.01.2010
 
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