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Kann grüner Tee Eiweißablagerung bei Alzheimer und Parkinson verhindern?

Versuche im Reagenzglas liefern erste Ergebnisse

Grüner Tee kann Nervenzellen schützen

Grüner Tee kann möglicherweise die Zerstörung von Nervenzellen verhindern
(Quelle: fotocom/PIXELIO)

Eine in grünem Tee enthaltene Substanz kann möglicherweise den Prozess der Ablagerung giftiger Eiweiße bei Alzheimer und Parkinson verhindern. Zu diesem Ergebnis sind Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gekommen. Sie haben Versuche im Reagenzglas und an Nervenzellmodellen durchgeführt.

Bei Alzheimer und Parkinson gelten Fehlfaltungen der Eiweiße als Auslöser der Erkrankungen. In verschiedenen Stufen kommt es zu gefährlichen Eiweißablagerungen. Diese sind für die Nervenzellen schädlich und zerstören sie. Die Substanz EGCG bindet an die Eiweiße und verhindert damit, dass sie sich zu giftigen Ablagerungen entwickeln können. Stattdessen bilden sich durch die Behandlung mit EGCG kugelförmige Eiweiße. Diese „sind aber harmlos“, wie einer der Experten erklärte.

Die Forscher vermuten nun, dass sich aus EGCG und ähnlichen Substanzen Medikamente gegen degenerative Nervenerkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson entwickeln lassen. Wie die Substanz EGCG mit den giftigen Vorstufen der Eiweißgebilde bei der Alzheimer Krankheit wechselwirkt, wollen die Forscher in einem nächsten Schritt heraus finden.

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Quelle: Stiftung MAX-DELBRÜCK-CENTRUM FÜR MOLEKULARE MEDIZIN (MDC) Berlin-Buch (30. Mai 2008)

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 13.06.2008
 
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