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Das Ohr

Das Ohr (Auris) setzt sich zusammen aus Außen-, Mittel- und Innenohr.

  • Das Außenohr (Auris externa) besteht aus der Ohrmuschel, dem äußeren Gehörgang und dem Trommelfell.
    Der äußere Gehörgang weist eine durchschnittliche Länge von 23 Millimetern und einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern auf. In seinem äußeren Drittel befinden sich die Ohrenschmalzdrüsen. Diese produzieren das Ohrenschmalz - eine wertvolle Substanz, die Bakterien und Pilze bekämpft. Das äußere Ohr sammelt die Schallwellen und leitet sie zum Trommelfell weiter.

  • Das Mittelohr (Auris media) leitet den Schall vom äußeren Ohr ins Innenohr.
    Zwischen dem Gehörgang des Außenohrs und dem Mittelohr befindet sich das Trommelfell, eine dünne Membran mit einem Durchmesse von etwa 10 Millimetern. Das Trommelfell fängt wie ein Trichter die Schallwellen auf und überträgt diese auf die die Gehörknöchelchen dem Hammer, dem Amboss und dem Steigbügel. Diese verstärken die auftreffenden Schallwellen zum Innenohr hin. Durch die Hebelwirkung der Gehörknöchelchen-Kette wird die Schallwelle dabei um das rund 20-fache verstärkt. Dadurch wird der Verlust durch den Wechsel der Schallmedien Luft zu Flüssigkeit ausgeglichen. Das Trommelfell kann nur schwingen, wenn im Mittelohr und im äußeren Ohr der gleiche Luftdruck herrscht.
    Die Gehörknöchelchen sind winzig klein - der Steigbügel als deren kleinstes weist knapp die Größe einer Streichholzspitze auf.
    Zwischen dem Mittelohr und dem Rachenraum besteht eine direkte Verbindung in Form der Eustachischen Ohrtrompete, welche für einen ständigen Druckausgleich im Mittelohr sorgt. Aufgrund dieser Verbindung können so leicht Infektionen vom Nasen-Rachenraum zum Ohr wandern.

  • Im Innenohr (Auris interna) ist die Fußplatte des Steigbügels mit der Ohrschnecke (Cochlea) verbunden. Dabei handelt es sich um eine spiralenförmig gewundene Röhre von etwa 32 mm Länge und zweieinhalb Windungen. Die Ohrschnecke wird durch zwei Membranen in drei Kompartimente unterteilt, die mit zwei unterschiedlichen Flüssigkeiten gefüllt sind. Zwischen den beiden Flüssigkeiten besteht eine elektrische Spannung, welche die für die Reizaufnahme und -weiterleitung erforderliche elektrische Energie liefert.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 06.11.2008
 
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