Tipp

Operative Therapieverfahren bei bei Benigner Prostatahyperplasie

Verschiedene operative Therapieverfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung stehen heutzutage zur Verfügung. In den Anfangsstadien ist eine Therapie der Erkrankung ohne Operation durch konservative Therapieverfahren sinnvoll.

Wann ist eine operative Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung angezeigt?
Beim Auftreten einer oder mehrerer der folgenden Komplikationen ist eine operative Therapie in Betracht zu ziehen:

  • Blasenentleerungsstörungen bis hin zum kompletten Harnverhalt

  • Nierenschäden (Nierenversagen)
  • nicht beherrschbare Harnwegsinfekte

  • Blasensteine

Welche operativen Therapieverfahren gibt es?
Ziel der Operationsverfahren ist die Verkleinerung des vergrößerten Prostatavolumens durch möglichst weitgehende Entfernung des vergrößerten Prostatagewebes.
Zur Auswahl stehen dabei die Ausschälung der Prostata durch die Harnröhre (transurethrale Resektion der Prostata = TUR bzw. TURP), die bis zu einem Prostatagewicht von etwa 100g durchführbar ist und den Goldstandard der operativen Therapie darstellt. Bei diesem Verfahren ist es auch möglich, gleichzeitig bereits entstandene Steine aus der Harnblase zu entfernen. Ist die Prostata für die TUR schon zu groß geworden, besteht als Alternative die Möglichkeit, durch die Bauchdecke im offenen Verfahren zu operieren. Die Ergebnisse beider Verfahren sind gleich gut.


Transurethrale Resektion der Prostata

Die Chirurgische Therapie ist eine bewährte Behandlungsmethode für die Benigne Prostatahyperplasie (BPH). Neben den Operationen durch die Bauchdecke ist das Ausschälen der vergrößerten Prostata (TURP) eine seit langem bewährte Methode.

TURP
Die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) ist ein chirurgischer Eingriff, der einen stationären Krankenhausaufenthalt erfordert. TURP bedeutet "Wegschneiden durch die Urethra", dabei wird also das Prostatagewebe durch die Harnröhre abgetragen.

Invasive Standardmethode
Die TURP gilt als die invasive Standardtherapie für Patienten mit BPH. Für diesen Eingriff bringt der Urologe ein starres Zystoskop durch die Harnröhre in die Mitte der Prostata ein und trägt dann mit einem durch das Zystoskop eingeschobenen Instrument Prostatagewebe schichtweise ab.
Der Eingriff erfordert eine Spinalanästhesie oder Allgemeinnarkose und wird unter Sicht durchgeführt. Die Operation dauert etwa eine Stunde und danach bleiben die Patienten noch 5 bis 7 Tage lang im Krankenhaus. Normalerweise wird für 2 bis 4 Tage ein Blasenkatheter belassen. Üblicherweise können Patienten nach 4 bis 6 Wochen wieder ihren normalen Aktivitäten nachgehen.
Nicht immer geht mit einer Verbesserung der Obstruktion auch gleichsam eine Verbesserung der irritativen Symptomatik einher. Zu den möglichen chirurgischen Risiken gehören retrograde Ejakulation (Samenerguss in die Blase), Impotenz, Inkontinenz, Infektion und/oder Bluten, so dass eventuell auch Blut transfundiert werden muss. In sehr seltenen Fällen kann es zur Flüssigkeitseinschwemmung ins Gefäßsystem kommen, einer lebensbedrohlichen Situation, dem so genannten TURP Syndrom.

Quelle: Medtronic

Minimal invasive Verfahren (MIT)

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 07.12.2007
 
Tipp