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Passivrauchen bei Kindern

Nachweisbare Veränderungen der Gefäße

Passivrauchen bei Kindern        

passivrauchen bei kindern Dass Rauchen ungesund ist, ist heute hinlänglich bekannt. Die Gefahren, die vom Passivrauchen ausgehen, werden allerdings häufig noch unterschätzt. Eindrückliche Ergebnisse lieferte jetzt eine Beobachtungsstudie, die über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung verschiedener Gesundheitsparameter bei Kindern und Jugendlichen untersuchte. Dabei wiesen die Forscher bei Erwachsenen, die während ihrer Kindheit dem Zigarettenqualm ihrer rauchenden Eltern ausgesetzt waren, Gefäßveränderungen nach.    

Tabakrauch hat vielfältige negative Effekte auf die Gesundheit. Raucher haben nicht nur ein höheres Risiko für chronische Lungenerkrankungen und verschiedene Krebsarten − auch die Blutgefäße werden durch den blauen Dunst in Mitleidenschaft gezogen. Als Folge können koronare Herzkrankheiten wie z. B. Arteriosklerose und Herzinfarkt auftreten. Dass auch Passivrauchen gesundheitlich bedenklich ist, ist seit Langem bekannt.   

Neue Studie: Passivrauchen & Gefäßveränderungen bei Kindern 

In einer aktuellen Studie wurden die Daten von rund 3780 Personen untersucht, die als Kinder und Jugendliche in den 1980er Jahren als Teilnehmer an zwei Beobachtungsstudien aufgenommen wurden. Dabei wurde der Zusammenhang zwischen dem Rauchverhalten der Eltern und aktuell nachweisbaren Gefäßveränderungen untersucht. Das Ergebnis: Bei Studienteilnehmern, die während ihrer Kindheit mit rauchenden Eltern zusammengewohnt hatten, wurde eine geringe aber signifikante Zunahme der Gefäßwanddicke festgestellt. Zudem wurde bei Erwachsenen, die als Kinder dem Zigarettenqualm beider Eltern ausgesetzt waren, auch ein höheres „Gefäßalter“ ermittelt.

Fazit  

Der Tabakrauch, der beim Passivrauchen eingeatmet wird, enthält die gleichen gesundheitsschädlichen Substanzen wie der Rauch, der direkt aus der Zigarette inhaliert wird. Umso wichtiger ist es, gerade Kinder und Jugendliche zu schützen und auf eine möglichst rauchfreie Umgebung zu achten. Eltern sollten daher grundsätzlich in der eigenen Wohnung auf das Rauchen verzichten und auch in der Anwesenheit ihrer Kinder den Glimmstängel beiseite legen.


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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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