Perianalthrombose
Eine Analthrombose (richtig: Perianalthrombose) ist eine
außen am Afterrand entstandene echte Venenthrombose. Ursache
ist wahrscheinlich eine Blutflussverlangsamung durch langes Sitzen
und erhöhter Druck im Venensystem des Schließapparats. Als
äußerer Abschluss des Analkanals befindet sich ein
Venengeflecht rund um den After, das an sich keine Funktion mehr
hat. Die Bezeichnung äußere Hämorrhoide ist falsch,
denn das Hämorrhoidalpolster liegt
innen an der Mastdarmgrenze. Die Perianalthrombose zeigt sich als
plötzlich auftretender, geröteter, schmerzhafter Knoten
am Afterrand. Sie kann unterschiedlich groß sein, vom
Reiskorn bis zum Taubenei. Zusätzlich kommt ein
Umgebungsödem dazu, das durch die Gewebespannung die starken
Schmerzen auslöst. Sie sollten dann einen Arzt aufsuchen, denn
starke Schmerzen können auch von einem Abszess
herrühren.
Es dauert mehrere Wochen, bis sich der Knoten wieder
vollständig von selbst zurückgebildet hat.
Therapie der Perianalthrombose
Wegen der Schmerzen ist aber meistens eine Behandlung
erforderlich. Kleine Knoten können mit Salben behandelt
werden, die entzündungshemmende und abschwellende Zusätze
enthalten. Auch kühlende Vorlagen lindern. Größere
Knoten werden in örtlicher Betäubung aufgeschnitten und
das Gerinnsel entfernt. Die Wunde heilt in wenigen Tagen.
Häufig befinden sich sogar mehrere große und kleine
Thromben in einem Knoten (gekammerte Thrombose) oder sie sind schon
älter und lassen sich nicht mehr herausdrücken. In diesem
Fall wird der gesamte Knoten entfernt. Die nachfolgende Behandlung
besteht in Sitzbädern und Salbenanwendungen. In einigen
Fällen bilden sich aus den abgeheilten Knoten kleine
Hautfalten, sogenannte Marisken.
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Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 17.09.2007
