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Tipps für Pollenallergiker

Folgende Tipps sind zu beherzigen, falls Sie oder ein Familienmitglied Pollenallergiker ist:

  • Ein Aufenthalt in geschlossenen Räumen
    sowie das Schließen Ihrer Wohnungs- und Autofenster ist in Zeiten höchster Pollenkonzentration und stärkstem Pollenflug ein unbedingtes Muss. Besonders wichtig ist es, das Schlafzimmerfenster zu schließen. Nur vor dem Schlafengehen sollten Sie kurz lüften, denn die Pollen der meisten Pflanzenarten fliegen morgens zwischen 4 und 6 Uhr. Die höchste Pollendichte in der Luft ist in Großstädten von 18 bis 24 Uhr, auf dem Land am frühen Morgen zwischen 5 und 8 Uhr.

  • Nach einem mehrstündigen Regen
    sollten Sie ins Freie gehen Ihre Heuschnupfenbeschwerden sind bei Regen zunächst verstärkt: Die Pollenkonzentration in der Luft steigt dabei in der ersten halben Stunde an, weil der Regen die in größeren Höhen schwebenden Pollen in tiefere Luftschichten drückt. Hat es mehrere Stunden anhaltend geregnet, bessern sich Ihre Heuschnupfenbeschwerden: Denn nach dem Regen herrscht eine geringe Pollenkonzentration in der Luft, weil sich der Pollen auf dem Erdboden angereichert hat. Tagelanger Regen und geringe Temperaturen verhindern sogar den Pollenflug.

  • Windstille und starker Wind
    haben einen positiven Einfluss auf Ihre Heuschnupfenbeschwerden: Bei Windstille fliegen die Pollen nicht. Starker Wind verteilt die Pollen, in der Luft die Pollenkonzentration sinkt. Schwacher Wind hingegen verstärkt die Heuschnupfensymptome: Er wirbelt die Pollen auf, sodass die Pollenkonzentration in der Luft sehr ansteigt.

  • Im Laubwald
    spazieren zu gehen, ist besser als im Nadelwald, da die Blätter einen Teil der Pollen aus der Luft filtern.

  • Blumenpollen
    lösen in der Regel keine Heuschnupfenbeschwerden aus. Der Pollen von Blumen wird nicht eingeatmet, weil Blumen insektenbestäubte Pflanzen sind.

  • Rasen
    ist problematisch für Heuschnupfenpatienten. Damit das Gras nicht blühen kann und damit zur Produktion von Pollen kommt, sollte der Rasen immer kurz geschnitten sein. Allerdings sollte der Pollenallergiker das Gras nicht selbst mähen, da beim Schneiden ein Pflanzensaft austritt, der den Pollen verwandte Allergene enthält. Diese pollenverwandten Allergene können Heuschnupfen auslösen.

  • Nur zur Blütezeit
    setzen die windbestäubenden Pflanzen ihre Pollen frei, das heißt, außerhalb dieser Zeit leiden Sie nicht unter Heuschnupfen.

  • Den Aufenthalt im Freien,
    z.B. Picknicks oder Spaziergänge an und durch blühenden Wiesen und Kornfelder sollten Sie unterlassen, sowie lange Auto- oder Zugfahrten bei offenen Fenster während der Heuschnupfenzeit vermeiden.

  • Das Tragen einer Sonnebrille
    lindert Ihre Augenbeschwerden.

  • Das Wechseln der Kleidung
    ist während der Pollenflugzeit angesagt, sobald sie längere Zeit draußen waren.

  • Tägliches Haare waschen
    am Abend ist während der Heuschnupfenzeit unerlässlich, damit sich keine Pollen auf dem Kopfkissen ablagern.

  • Vaseline
    sollten Sie sich jeden Morgen während der Heuschnupfenzeit auf die Nasenschleimhaut auftragen. Damit wird die Aufnahme von Pollen mit der Atemluft etwas eingedämmt.

  • Das Rauchen
    und der Aufenthalt in verrauchten Räumen ist zu vermeiden.

  • Hallenbäder
    mit chloriertem Wasser sind zu meiden, den Chlor reizt zusätzlich die Atemwege.

  • Halten Sie keine Haustiere,
    denn Pollenallergiker entwickeln häufig im Laufe der Zeit zusätzlich eine Tierhaar- oder Hausstaubmilbenallergie.

  • Haben Sie Acht beim Verzehr von Obst und Gemüse,
    denn nahezu die Hälfte der Pollenallergiker neigt dazu, eine Kreuzallergie auf entsprechende botanisch verwandte Nahrungsmittel zu bekommen.

  • Eine rechtzeitige ärztliche Behandlung
    Ihres Heuschnupfens beugt der Entwicklung eines allergischen Asthmas vor.

  • Ein Urlaub im Gebirge oder an der Küste
    ist für Sie als Pollenallergiker sehr günstig. Die Luft ist im Hochgebirge bei über 2000 Meter nahezu pollenfrei. Die Blütezeit windbestäubender Pflanzen ist im Vorgebirge etwa einen Monat später als im Flachland. An der Küste weht der Wind in der Regel vom Meer her. Da der Meerwind kaum durch Pollen belastet ist, können Pollenallergiker auch dort beschwerdefrei Ferien machen.

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 13.04.2008
 
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