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Neue Studie: Die Pollenbelastung steigt

Warum ist Heuschnupfen auf dem Vormarsch? 


Neue Studie: Die Pollenbelastung steigt


heuschnupfen Niesreiz, Schupfen, Augenjucken – das sind die typischen Beschwerden bei Heuschnupfen. Im vergangenen Jahrhundert hat die Zahl der Allergie-Geplagten enorm zugenommen. Da stellt sich natürlich die Frage nach dem „Warum“. Zahlreiche Faktoren wurden als mögliche Ursachen diskutiert. Jetzt liefert eine aktuelle Studie eine neue Erklärung: Möglicherweise ist ein Anstieg der Pollenbelastung schuld.

Heuschnupfen – Millionen Deutsche leiden jedes Jahr aufs Neue unter der Pollenallergie. Dabei hat der Heuschnupfen keineswegs nur im Frühling „Saison“. Denn je nach Wetterlage können Frühblüher wie Erle und Hasel auch schon im Januar für Niesreiz, Schnupfen und tränende Augen sorgen. Wer zusätzlich auch auf Gräser allergisch reagiert, der hat meist bis in den Herbst mit den Beschwerden zu kämpfen.

Allergien auf dem Vormarsch

Im 20. Jahrhundert wurde ein enormer Anstieg der allergischen Atemwegserkrankungen verzeichnet. Heute leidet fast jeder Vierte an einer Allergie. Als mögliche Ursachen für die rasante Zunahme der Allergien wurden unter anderem der Klimawandel, die Luftverschmutzung und verschiedene Lebensstilfaktoren (Stichwort „Hygienehypothese“) diskutiert. Wissenschaftler der Technischen Universität München sind in Bezug auf die zunehmende Verbreitung der Pollenallergie jetzt einer neuen Erklärung auf der Spur.

Aktuelle Studie liefert neue Erklärung

Ein internationales Forscherteam um die Ökoklimatologin Dr. Annette Menzel hat kürzlich gezeigt, dass die Entwicklung der Pollenbelastung in Europa angestiegen ist. In einer aktuellen Studie wurden die Daten von 97 europäischen Wetterstationen von Reykjavik bis Thessaloniki ausgewertet, die mittlerweile nicht nur meteorologische Daten wie Sonnenscheindauer und Niederschlagsmenge erfassen, sondern auch die Pollenkonzentrationen in der Luft erheben. Dazu wurden die Pollentrends aus 13 europäischen Ländern berechnet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Anstieg der Pollenbelastung insbesondere städtische Gebiete betrifft. So sei dort die Pollenbelastung im Durchschnitt um drei Prozent pro Jahr angestiegen. In ländlichen Regionen nahm die Pollenkonzentration um ein Prozent zu. Als wahrscheinlichste Ursache für diese Entwicklungen gaben die Wissenschaftler die steigenden Kohlenstoffdioxid (CO2)-Konzentrationen an.

Fazit

Allergiker müssen mit einem weiteren Anstieg der Allergiebelastung rechnen. Allerdings ist die Pollenmenge in der Luft alleine nicht aussagekräftig genug, um daraus Aussagen über die tatsächliche Allergiebelastung abzuleiten. Dafür müssen zahlreiche weitere Faktoren berücksichtigt werden. So wirken die Blütenpollen beispielsweise lediglich als Überträger der Allergieauslöser („Allergene“). Die Konzentration der Allergene und deren Potenz sind auch ausschlaggebend dafür, wie stark die Beschwerden beim Allergiker ausfallen. Welche Umwelteinflüsse dabei eine Rolle spielen, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Demnach kann die Ursachenforschung in Sachen Allergien noch lange nicht abgeschlossen werden.



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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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