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Portiokappe

Die Portiokappe, auch Okklusivpessar oder Muttermundkappe genannt, ist ein mechanisches Verhütungsmittel zur Verhinderung von unerwünschten Schwangerschaften. Sie gehört zu den sogenannten Barrieremethoden wie auch das Diaphragma, Lea contraceptivum und das Kondom.

Funktionsweise
Die Kappe besteht aus einer Halbkugel aus Gummi. Sie wird auf den gewölbten äußeren Muttermund der Gebärmutter am Ende der Scheide aufgesetzt und verhindert, dass beim Geschlechtsverkehr Samenfäden durch den Muttermund in die Gebärmutter gelangen. Die Portiokappe wird über den Muttermund gesetzt und saugt sich dort fest.

Anpassung vom Frauenarzt
Die korrekte Anbringung sollte von einer Gynäkologin vorgenommen werden. Es ist jedoch auch möglich, dass die Frau (oder ihr Partner) die Kappe nach sachgerechter vorheriger Einweisung selbst einführt. Die Portiokappe sollte etwa zwanzig Minuten vor dem Verkehr eingeführt und darf frühestens acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr entfernt werden.

Anwendungsdauer
Zur Liegedauer der Portiokappe gibt es verschiedene Meinungen:

  • Einige Ärztinnen halten viel von der Kombination Portiokappe plus chemische Verhütungsmittel. Die Kappe wird dann vor dem Einlegen mit einem samentötenden Gel eingeschmiert. Bei wiederholtem Geschlechtsverkehr wird mit einem Applikator eine zusätzliche Portion des Gels in die Scheide eingeführt.

  • Andere Ärzte empfehlen, die Portiokappe nach der Menstruation einzusetzen und bis kurz vor der nächsten Blutung liegen zu lassen. Spätestens wenn die Menstruation einsetzt, sollte die Kappe sofort herausgenommen werden, damit sich das Blut nicht stauen kann.

Pearl Index: Portiokappe = 7.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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