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Progressive Muskelrelaxation

Die progressive Muskelrelaxation (PMR) wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts von Edmund Jacobson entwickelt. Therapieziel ist eine frühzeitige Wahrnehmung von muskulären Spannungszuständen und deren aktive Reduktion.

Belegte Erfolge
Wissenschaftliche Untersuchungen (Grawe und andere) fanden bei mehr als 66 kontrollierten Studien heraus, dass die Wirksamkeit der progressiven Muskelrelaxation bei einem breiten Anwendungsgebiet gesichert ist - explizit bei Störungen, die auf Angst und Anspannung beruhen, sowie bei einer Reihe von psychosomatischen Störungen (z.B. Hypertonie und Kopfschmerzen) und Schlafstörungen. Eine weitere Studie (Ohm, 1997) zeigt die unterstützende Wirkung bei medizinisch-somatischen Behandlungen (z.B. bei der Chemotherapie von Tumorerkrankungen, bei Herz-Kreislauf-Erkrankten) sowie in der Prävention und Rehabilitation.

Durchführung
Bei der progressiven Muskelrelaxation wird durch vorheriges bewusstes Anspannen einzelner Muskelgruppen Entspannung erfahren. Mit der Unterscheidung von Anspannung und Entspannung schult der Übende seine Körperwahrnehmung und kann gezielt die Entspannung hervorrufen.

Eine bequeme sitzende oder liegende Haltung ist Voraussetzung zum richtigen Üben. Versuchen Sie am Anfang, alle Muskeln so locker wie möglich zu lassen. Am Beispiel der Hände führen Sie anschließend folgende Schritte durch:

  • Spannen Sie beide Hände und Unterarme fest an. Achten Sie ganz bewusst auf die Anspannung, die dabei entsteht.

  • Wieder locker lassen! Nehmen Sie bewusst den Übergang von der Anspannung zur angenehmen Entspannung wahr.

  • Unterarme auflegen und schwer werden lassen. Konzentrieren Sie sich auf jeden einzelnen Finger.

  • Arbeiten Sie sich auf diese Weise von oben nach unten durch den ganzen Körper, und wiederholen Sie jede Übung einmal.

Therapeuten
Diese spezielle Tiefenentspannung bieten Volkshochschulen und einige Ärzte mit der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" an.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 08.04.2008
 
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