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Quaddeltherapie

Die Quaddeltherapie als Teil der Neuraltherapie ist dadurch gekennzeichnet, dass bei ihrer Anwendung die lokalen Anästhetika aussschließlich in die Haut und nicht tiefer injiziert werden.

Wie funktioniert die Quaddeltherapie?
Durch die Injektion des lokalen Betäubungsmittels (oder auch eines pflanzlichen Mittels) in die Haut bilden sich die Quaddeln. Die behandelten Hautbezirke überwärmen sich rasch und werden rot. Diese Überwärmung bewirkt eine unmittelbare Lockerung der Muskulatur. Anders als Quaddeln, die zum Beispiel durch Brennesseln hervorgerufen werden, jucken diese Quaddeln nicht. Kurz nach dem Setzen der Spritze kann der Arzt die betroffene Stelle zusätzlich durch tastende und drückende Handbewegungen behandeln.

Die Quaddeln werden in Reihen oder Bereichen gesetzt, so zum Beispiel bei Kreuzschmerzen links und rechts der Wirbelsäule, wobei man die örtlichen Akupunkturpunkte berücksichtigen sollte. Die Hautquaddeln beeinflussen dann den Schmerz in der Tiefe.

Die Quaddeln können aber auch auf tiefsitzende Organe beeinflussen. Weil die inneren Organe an der Hautoberfläche eigene Bezirke besitzen, mit denen sie in Verbindung stehen, die so genannten Head'schen Zonen, bewirkt zum Beispiel eine Quaddelung der Gallenblasenzone eine verbesserte Regulierung der Gallenblase.

Wo wird die Quaddeltherapie eingesetzt?
Die Quaddeltherapie als Teil der Neuraltherapie wird insbesondere bei akuten Schmerz- und Entzündungszuständen eingesetzt, wie zum Beispiel bei

Außerdem hat sie sich als hilfreich erwiesen bei verschiedenen ortophädischen Erkrankungen (z.B. Tennisellenbogen, Sehnenscheidenentzündung, Wirbelsäulenerkrankungen und viele mehr).

Was wird bei der Neural- und Quaddeltherapie gespritzt?
Verwendet werden lokale Betäubungsmittel, wie sie auch der Zahnarzt einsetzt, also Procain und Lidocain. Bei Überempfindlichkeiten gegen diese Wirkstoffe können auch homöopathische Ampullen wie zum Beispiel Arnika eingesetzt werden.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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