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Reiterzehe

Die Reiterzehe (med. Digitus superductus) ist eine Fehlstellung der Zehen, bei der eine Zehe über der benachbarten Zehe liegt. Die "reitende" Zehe kann zusätzlich verdreht sein. Auf der Streckseite der oben liegenden Zehe kommt es durch den Schuhdruck oft zu Schwielen und Hühneraugen. Die darunter liegende Zehe zeigt oft Haut- und Nagelveränderungen. Eine angeborene Variante ist, dass die 5. Zehe über der 4. liegt (Digitus quintus superductus et varus).

Mögliche Ursachen

Die Behandlung
einer Reiterzehe erfolgt meistens mit Druckschutzhilfen und Zehenrichter (Silikonorthesen). Operationen werden durchgeführt, wenn die erste Zehe (Hallux valgus) betroffen ist oder wenn die Reiterzehe durch konservative Maßnahmen nicht geradegerichtet werden kann. Ein Sonderfall ist die Kleinzehe, bei der kann ein sogenannter Schneiderballen entstehen. Das ist eine seitliche Weichteil- oder Schleimbeutelentzündung über dem Grundgelenk. Hier kann eine korrigierende Operation sinnvoll sein.

Pflege der Füße zur Unterstützung

  • Anpassung von Druckentlastungspolstern bei einem Orthopädietechniker oder Medizinischen Fußpfleger

  • regelmäßige Fußgymnastik

  • bequeme Schuhe tragen

  • viel barfuss laufen

  • Pflegecreme für Schwielen und Hornhaut

  • Fußbäder zur Entspannung der Füße

  • regelmäßige Fußpflege

Fehlstellungen der Füße

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 03.04.2008
 
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