Zahn und Zähne

Schöne Zähne, oder Zahnschmerzen oder gar Karies? Nur sehr wenige Menschen sind über Jahrzehnte hinweg mit schönen Zähnen und einem gesunden, ebenmäßigen Gebiss gesegnet. Ein offenes Lächeln und freies Lachen ist aber in der heutigen Zeit wichtiger denn je: schöne Zähne machen attraktiv. Nicht zuletzt vermitteln uns auch Werbung und Fernsehen diesen Eindruck.

Gute Pflege
Das Aussehen eines Menschen macht bekanntlich viel aus. Gerade Mund und Zähne sind für den Gesamteindruck, den eine Person macht, entscheidend. Deshalb ist es wichtig, dass Sie ihre Zähne ungeniert zeigen und mit schönen Zähnen unbeschwert lächeln können. Entscheidend dafür sind eine gute Zahnpflege, richtige Mundhygiene und regelmäßige Besuche beim Zahnarzt.

Zahnarzt
Vermutlich geht niemand wirklich gern zum Zahnarzt - bei manchen Menschen ist die Angst vor der bevorstehenden Behandlung sogar derart groß, dass; sie nicht mal zu Kontrollterminen gehen und notwendige Behandlungen so lange aufschieben, bis eine umfangreichere Therapie nicht mehr zu umgehen ist. Dabei gibt es heute viele Möglichkeiten, auch ängstlichen Patienten zu helfen. Wichtig ist vor allem eine gründliche Aufklärung des Patienten: wer weiß, was mit ihm passiert, hat weniger Angst.

Informationen
Deshalb finden Sie in diesem Bereich jede Menge allgemeine Infos "rund um die Zähne":

Zahnerhaltung
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Karies
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Der gute Zahnarzt
Zähne und Schwangerschaft


Anatomie der Zähne

Ein Zahn besteht aus Zahnkrone und Zahnwurzel. Die Zahnkrone ist der sichtbare Teil, die Zahnwurzel liegt im Kieferknochen versteckt und endet in der Wurzelspitze. Der Zahnhals ist der Bereich, in dem sich das Zahnfleisch an den Zahn schmiegt und dort die Zahnfleischfurche bildet.

Die Zahnkrone wird vom härtesten Material des menschlichen Körpers, dem Zahnschmelz, umgeben. Dieser besteht aus Apatit (kalziumhaltige Minderalstoff-Verbindung). Unterhalb des Schmelzes liegt das Zahnbein, auch Dentin genannt.

Das Dentin ist weicher und schmerzempfindlicher als als der Zahnschmelz. Es setzt sich bis in die Zahnwurzel fort und und umschließt das Zahnmark, auch Pulpa genannt. Das Zahnmark wird allgemein auch als "Nerv" bezeichnet. Es enthält den eigentlichen Zahnnerv sowie die Blutgefäße.

Die Wurzel ist von dem ebenfalls harten Wurzelzement umgeben.

Ein gesunder Zahn ist fest vom Zahnfleisch umgeben. Im Bereich des Zahnhalses gibt es eine etwa 0,5 bis 2 mm tiefe Furche, in der die sog. Umschlagfalte des Zahnfleisches liegt. Ist diese tiefer als 3 mm, wird sie auch Zahnfleischtasche genannt (siehe Bild rechts).


Schneidezähne, Eckzähne, Backenzähne

Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne sind die drei Zahnformen, nach denen bei Zähnen im Wesentlichen unterschieden wird. Dabei richtet man sich nach der Gestalt der Zahnkrone.

Lage und Aufgabe der Zähne
Die meißelförmigen Schneidezähne liegen vorne im Kiefer und dienen dem Zerteilen der Nahrung. In jeder Kieferhälfte gibt es zwei Schneidezähne. Seitlich schließt sich jeweils ein Eckzahn mit einer einzelnen Spitze an. Hinter diesen liegen die Backenzähne, bei denen man nochmals zwischen zwei zweihöckerigen Vorbackenzähnen und drei eigentlichen Backenzähnen (Molaren) mit jeweils vier Höckern unterscheiden kann. Die Form der Backenzähne eignet sich gut zum Zerkleinern und Zermahlen der Nahrung. Im Allgemeinen wird die Nahrung zunächst von den Schneidezähnen in kleinere Stücke geteilt, dann von Eckzähnen weiter zerkleinert und schließlich von den Backenzähnen zu einem verdaulichen Brei zerkaut.

Weisheitszähne
Die Evolution der menschlichen Zähne ist noch nicht beendet. Nach Ansicht der Experten werden die dritten Backenzähne, auch als Weisheitszähne bezeichnet, eines Tages verschwinden, weil der menschliche Kiefer weiterhin kleiner wird und weil diese Zähne zum Kauen der immer stärker verfeinerten modernen Lebensmittel nicht mehr gebraucht werden.


Das Gebiss

Ein Gebiss aus 20 so genannten Milchzähnen bildet sich beim Menschen für die erste Zeit der Kieferentwicklung. Wenn der Kiefer weiter heranreift, tritt das Gebiss aus den 32 größeren permanenten (bleibenden) Zähnen an die Stelle der Milchzähne.

Wachsender Kiefer
Der Kiefer wächst und die Wurzeln der Milchzähne rücken auseinander, so dass zwischen ihnen Platz für die Entwicklung der permanenten Zähne geschaffen wird. Durch den Druck der bleibenden Zähne resorbiert das Kiefergewebe schließlich die Wurzeln der Milchzähne, so dass nur noch die Kronen übrig bleiben, die sich dann lockern und herausfallen. Ein bleibender Zahn kann durchbrechen.


Milchgebiss

Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Diese werden auch Milchzähne genannt.

Das Milchgebiss besteht aus

  • vier Schneidezähnen im Oberkiefer (51, 52, 61, 62),

  • vier Schneidezähnen im Unterkiefer (71, 72, 81, 82),

  • zwei Eckzähnen im Oberkiefer (53, 63),

  • zwei Eckzähnen im Unterkiefer (73, 83),

  • vier Mahlzähnen im Oberkiefer (54, 55, 64, 65),

  • vier Mahlzähnen im Unterkiefer (74, 75, 84, 85).

Jeder Zahn im Milchgebiss bekommt eine Nummer.

  • Die Zähne im rechten Oberkiefer tragen die Nummern 51 bis 55.

  • Die Zähne im linken Oberkiefer tragen die Nummern 61 bis 65.

  • Die Zähne im linken Unterkiefer tragen die Nummern 71 bis 75.

  • Die Zähne im rechten Unterkiefer tragen die Nummern 81 bis 85.

Der erste Zahn bricht meist im 6. Lebensmonat durch. Auf diese Weise entstehen keine Verletzungen der mütterlichen Brustwarze beim Stillen. Es gibt aber auch Ausnahmen - wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kind zum Beispiel schon mit einem Zähnchen auf die Welt kommt!

Wann brechen die Milchzähne durch?

  • Schneidezähne: 6. - 8. Lebensmonat

  • Eckzähne: 12. - 16. Lebensmonat

  • Vordere Mahlzähne: 15. - 20. Lebensmonat

  • Hintere Mahlzähne: 20. - 40. Lebensmonat

Meist sind bis zum Alter von 2 1/2 Jahren alle Milchzähne durchgebrochen.

Übrigens:
sind alle Milchzähne vorhanden, liegen die Anlagen für die bleibenden Zähne schon im Kieferknochen! Daher sollte man von Anfang an auf ein gesundes Milchgebiss achten!


"Zahnfee" und Milchzähne

Kennen Sie auch den guten alten Brauch mit der Zahnfee? Nein? Dieser erfreute sich vor allem bei unseren Eltern und Großeltern großer Beliebtheit, lebt aber heute erfreulicherweise wieder auf.

Fiel einem Kind der erste Zahn aus, steckte es sich diesen früher unter das Kopfkissen. Über Nacht kam dann die Zahnfee, holte sich den Zahn und hinterließ als Ersatz ein kleines Geschenk, meist ein 50-Cent-Stück o.ä. In einigen Familien kam die Zahnfee sogar bei jedem ausgefallenen Milchzahn - natürlich nur, wenn die Zähne vorher gut gepflegt und die Kinder brav gewesen waren!

Wäre das nicht auch ein netter Brauch für Ihre Familie?


Bleibendes Gebiss

Das bleibende Gebiss hat einschließlich der Weisheitszähne 32 Zähne.

Es besteht im Unter- und Oberkiefer aus

  • acht Schneidezähnen (11, 12, 21, 22, 31, 32, 41, 42),

  • vier Eckzähnen (13, 23, 33, 43),

  • acht Backenzähnen (14, 15, 24, 25, 34, 35, 44, 45),

  • acht Mahlzähnen (16, 17, 26, 27, 36, 37, 46, 47) und

  • vier Weisheitszähnen (18, 28, 38, 48).

Alle Zähne bekommen eine Nummer (siehe oben). Zusätzlich haben alle Zähne noch eine Ziffer:

  • das Zahnviertel im rechten Oberkiefer die 1,

  • das Zahnviertel im linken Oberkiefer die 2,

  • das Zahnviertel im linken Unterkiefer die 3 und

  • das Zahnviertel im rechten Unterkiefer die 4.

Wann brechen die bleibenden Zähne durch?

im Unterkiefer Lebensjahr im Oberkiefer Lebensjahr
mittlere Schneidezähne 6. bis 7. 7. bis 8.
seitliche Schneidezähne 7. bis 8. 8. bis 9.
Eckzähne 9. bis 10. 11. bis 12.
vordere Mahlzähne 10. bis 12. 10, bis 11.
hintere Mahlzähne 11. bis 12. 10. bis 12.
vordere Backenzähne 6. bis 7. 6. bis 7.
hintere Backenzähne 11. bis 13. 12. bis 13.
Weisheitszähne 17. bis 21. 17. bis 21.
 

Autor: Qualimedic.com AG 
Letzte Änderung am: 10.12.2007