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Samadhi-Tank

Ein ganz besonderes Hilfsmittel zur Entspannung stellt der Samadhi-Tank, auch Floating-Tank oder Meditations-Tank, dar. Der eiförmige Tank ist mit einem körperwarmen Solebad gefüllt, in dem der Mensch in einem Gefühl der Schwerlosigkeit schwebt. Das Solebad enthält besonders viele Bittersalze, deren positive Wirkung auf Schmerzen im Schulter-Rücken-Bereich schon die Badeärzte des 19. Jahrhunderts nutzten. "Samadhi" ist ein Wort aus dem Sanskrit und steht für Vereinigung, Erfüllung, Vollendung; außerdem für die höchste Stufe des Yoga-Weges. Samadhi ist das eigentliche Ziel von Meditation, nämlich die tiefe Versenkung und das völlige In-sich-Ruhen.

Seit wann gibt es den Samadhi-Tank?
Um 1950 begann der Bewußtseins- und Delphinforscher John C. Lilly sich mit der Frage zu beschäftigen, was passiert, wenn "nichts passiert", das heißt wenn alle ablenkenden Einflüsse von außen ausgeschaltet werden. Als ideales Mittel, diesen Zustand zu erreichen, entwickelte er den Floating-Tank.

Wie funktioniert der Samadhi-Tank?
Der Samadhi-Tank ist eine Art geschlossener Badewanne, eiförmig und nach Schließen des Deckels völlig schall- und lichtisoliert. Das enthaltene Salzwasser (etwa 25 cm hoch) wird auf die Hauttemperatur des Benutzers erwärmt (ca. 34,5° C), so dass dieser beim "Floaten", also beim Schweben im Tank keinerlei Reize über die Haut mehr empfängt. Nicht umsonst wird der Besuch eines Samadhi-Tanks auch als Reise bezeichnet, denn durch das Ausschalten äußerer Einflüsse begibt sich der Mensch auf eine Reise in sein Inneres, er entspannt sich. Das Gehirn, das nach Schätzungen von Wissenschaftlern zu über 80% mit körpereigenen Steuerungsvorgängen beschäftigt ist, kann seine Kräfte von diesen Arbeiten abziehen und sich ganz auf andere, innere, geistige Dinge konzentrieren.

Für wen eignet sich der Samadhi-Tank?
Eigentlich für alle, die unter Spannungsschmerzen leiden, die gestresst sind, die abschalten wollen, die sich auf innere Dinge konzentrieren möchten. Die Anhänger des Samadhi-Tanks betonen auch seine Unterstützung auf dem Weg der Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung.

Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten. Zwar ist die Bittersalzlösung bakteriostatisch und hemmt die Keimentwicklung, dennoch sollten Überträger ansteckender Krankheiten den Tank nicht benutzen, außerdem keine Personen mit anfallsartigen Erkrankungen (Epilepsie). Die Salzlösung hat übrigens keinerlei unangenehme Wirkung auf die Haut, sie macht diese im Gegenteil glatt und geschmeidig, und selbst langes Floaten führt nicht zu den bekannten "Baderunzeln".

Vor Nutzung des Tanks sollten Sie nicht zuviel gegessen haben, weil sonst viel Energie für Verdauungsvorgänge benötigt wird, die Ihnen sonst für meditative Arbeit des Gehirns zur Verfügung steht. Es wird empfohlen, sich vor dem Tank-Besuch eine kurze Zeit der inneren Einstimmung zu gönnen, vielleicht mit einer Massage, einem guten Buch, angenehmer Musik oder ähnlichem. Auch können vorher bestimmte Ziele festgelegt werden, die geistig bearbeitet werden sollen. Unmittelbar vor Besteigen des Tanks legen Sie Ihre Kleidung ab und duschen gründlich.

Wenn Sie einen Samadhi-Tank zum ersten Mal benutzen, kann die Abgeschlossenheit Angst machen, Sie können dann den Deckel ein wenig geöffnet lassen, um ein wenig Licht zu haben. Die Luftzufuhr wird bei geschlossenem Deckel durch ein Ventilatorsystem in Kopfnähe geregelt, so dass Sie vor Sauerstoffmangel keine Angst zu haben brauchen.

Wogegen hilft Floaten im Samadhi-Tank noch?
Muskelkater, Hexenschuss, Rheumatismus, Darmprobleme, Blasenkatarrh, Nierenentzündung, Migräne, Einschlafstörungen, Stress - diese Erscheinungen sollen durch Floating Sessions zu lindern oder ganz zu beheben sein. Auch im Manager-Training werden inzwischen Floating- oder Samadhi-Tanks eingesetzt, in manchen europäischen Ländern, vor allem in England gibt es so genannte Floatworks, in denen die Tanks gegen entsprechende Gebühr genutzt werden können.

Wo können Sie floaten?
Auch in Deutschland bieten mehrere ganzheitliche Gesundheitszentren solche Tanks an, unter anderem in Berlin, Dortmund, Freiburg, Hamburg, Hannover, Köln, München.

Fakten
Laut Berliner Morgenpost haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass die elektrische Gehirnaktivität beim Floaten von 20 bis 25 Herz auf 4 bis 8 Herz sinkt und der Floater sich in einem so genannten Theta-Zustand befindet (da die Theta-Hirnwellen im Gehirn ansteigen wie in einem Meditations- oder Schlafzustand). Studien der NIMH (The National Institute of Mental Health) ergaben, dass durch diesen Theta-Zustand eine bessere Kontrolle über unterbewusste, geistige Prozesse stattfindet. Werden die Floating-Sessions mit Tonbändern oder Videos zu mentalem Training genutzt, haben beispielsweise Raucher eine Erfolgsquote von 81 Prozent im Kampf gegen ihre Sucht, Alkoholkranke und Übergewichtige eine 61-prozentige Erfolgsquote. Außerdem werden gleichzeitig Beta-Endorphine produziert und Stresshormone wie Adrenalin, Cortisol und ACTH abgebaut.

Prominente Anhänger
Zu den prominenten Fans des Floatings soll der US-Athlet Carl Lewis gehören, der sich für die Olympischen Spiele in Seoul 1988 im Floating-Tank entspannt und dabei ein Video von sich selbst immer wieder studiert hatte. Angeblich halfen ihm die dort eingeprägten Szenen zum Sieg und zum Gewinn mehrerer Medaillen. Auch die amerikanischen Footballer von den Philadelphia Eagles schwören auf den Tank, mit dessen entspannender Hilfe sie laut eigenen Aussagen die NFC-Meisterschaft gewannen.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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