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Schlafmangel macht dick


Neue Studie

Schlafmangel macht dick – aber warum? 


müde und schlapp Gesunder Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. So beeinträchtigt Schlafmangel nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch Immunsystem, Psyche, Stoffwechsel und viele andere Prozesse. Forscher sehen heute auch einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht – wie genau Appetit und Essverhalten durch zu kurze Nächte beeinflusst werden, ist bis heute noch nicht vollständig untersucht. Eine US-amerikanische Studie liefert jedoch neue Hinweise.

Epidemiologische Studien, die gesundheitliche Zusammenhänge auf Bevölkerungsebene untersuchen, deuten auf einen Zusammenhang zwischen einer reduzierten Schlafdauer und Übergewicht hin. Dabei scheint nach durchwachten Nächten nicht nur der Appetit, sondern auch die Lust auf besonders hochkalorische Lebensmittel zu steigen. Eine aktuelle Studie an der Universität von Kalifornien liefert neue Erkenntnisse.

Neue Studie: Schlafmangel fördert den Appetit und die Lust auf Hochkalorisches

Im Rahmen der wissenschaftlichen Studie wurde das Essverhalten von 23 gesunden und normalgewichtigen Personen untersucht. Dazu verbrachten die Probanden zwei Nächte im Schlaflabor: In der ersten Nacht durften sie acht Stunden schlafen. In der zweiten Nacht mussten sie wach bleiben und durften nach Bedarf Äpfel oder Erdnussbutter-Kekse essen. Nach einem leichten Frühstück am darauffolgenden Morgen wurden den Probanden Fotos verschiedener Lebensmittel gezeigt – sie konnten sich zur Belohnung eines aussuchen. Ergebnis: Die übernächtigten Teilnehmer zeigten eine ausgeprägte Vorliebe für hochkalorische Lebensmittel. Umso müder sie sich fühlten, umso häufiger entschieden sie sich für Kalorienbomben wie Schokolade, Kartoffelchips & Co. Die Wissenschaftler stellten fest, dass so ca. 600 Extra-Kalorien zusammenkamen. Mittels einer Kernspintomographie des Gehirns wurden die Hirnzentren untersucht, deren Aktivität durch den Anblick der Lebensmittel stieg. Dabei handelte es sich um die Regionen, die für die emotionale Einstufung von Eindrücken zuständig sind. Im Gegensatz dazu wurden bestimmte Hirnregionen „abgeschaltet“, die normalerweise hemmungsloses Verhalten vermeiden und so vernünftige Entscheidungen unterstützen.

Fazit

Um die genauen Zusammenhänge zwischen Schlafmangel und Übergewicht zu klären, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Fest steht allerdings: Wer gesund, leistungsfähig und fit bleiben will, tut gut daran, auf eine ausreichende Schlafdauer zu achten. Vor allem Menschen, die abnehmen wollen, sollten ausreichend schlafen, sich viel bewegen und auf eine ausgewogene Ernährung achten.


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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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