Schlafumgebung
Die richtige Schlafumgebung spielt bei der Entwicklung des Babys eine große Rolle, besonders zur Vorbeugung des plötzlichen Kindstods. Es ist wichtig, dass Babys während des Schlafs nicht überwärmen, ihre Atmung beispielsweise durch Bettzeug nicht behindert wird und das Baby auf dem Rücken liegt.
Schlafen im eigenen Bett
Der Schlafplatz
Ausstattung des Schlafplatzes
Die Schlafbekleidung
Schlafen im eigenen Bett
Im ersten Lebensjahr ist es ratsam, dass das Baby im Elternschlafzimmer in einem eigenen Bett schläft. Während des Schlafens hört es so die gleichmäßigen Atemgeräusche der Eltern, die sich positiv auf die Atemregulation des Babys auswirken. Zudem ist das nächtliche Stillen für die Mutter praktischer. Es ist wichtig, dass das Bett des Babys außerhalb der Reichweite von Steckdosen, Stromkabeln oder Lampen steht.
Die optimale Raumtemperatur zum Schlafen beträgt 16° bis 18° Grad Celsius. Es ist empfehlenswert, den Schlafraum regelmäßig zu lüften, das Fenster jedoch nicht dauerhaft geöffnet zu lassen.
Der Schlafplatz
Als Schlafplatz eignen sich in den ersten Monaten ein Kinderbett, eine Wiege oder ein Stubenwagen. Ab dem vierten Lebensmonat sind Babys in der Regel zu groß für Wiegen und Stubenwagen, sodass spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Gitterbett benötigt wird. Wichtig ist, dass der Schlafplatz sicher ist: Überstehende Teile am Bett sowie scharfe, spitze Kanten sind überflüssig.
Bei der Wahl der Matratze ist es ratsam, einige Sicherheitshinweise zu beachten: Die Matratze muss fest im Rahmen des Betts oder der Wiege liegen und sich nicht verschieben lassen. Zudem ist es empfehlenswert, dass Babys nicht tiefer als zwei Zentimeter in die Matratze einsinken. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Matratze schadstofffrei ist. Für allergiegefährdete Babys empfiehlt sich eine so genannte hypoallergene Matratze.
Sehr wichtig ist die Schlafposition: Die ideale Position ist die Rückenlage.
Ausstattung des Schlafplatzes
Der Schlafplatz des Babys sollte nur mit dem Nötigsten ausgestattet sein. Zusätzliche Kuscheltiere, Decken oder Schaffelle können das Baby beim Atmen behindern.
Babys brauchen kein Kopfkissen. Es ist ratsam, dass Bett mit einem dünnen Laken zu beziehen und höchstens ein dünnes Tuch als Spucktuch unter den Kopf zu legen. Statt einer Zudecke empfiehlt sich ein Schlafsack ohne Kapuze. Dieser verhindert, dass das Baby unter die Decke rutscht und es zu einem Atemrückstau, bei welchen das Baby seine eigene Atemluft wieder einatmet, kommt. Ein weiterer Vorteil eines Schlafsacks ist, dass das Baby sich nicht freistrampeln kann. Wichtig ist, dass der Halsumfang des Schlafsacks nicht größer ist als der Kopf des Babys – so kann es nicht rausrutschen.
Die Schlafbekleidung
Es ist ratsam, das Baby nicht zu warm anzuziehen. Es genügt eine Windel, Unterwäsche und ein Schlafanzug; an sehr warmen Tagen sogar weniger. Da Babys überschüssige Wärme über den Kopf nach außen leiten, ist von einer Kopfbedeckung in Innenräumen abzuraten.
Am Nacken des Babys kann geprüft werden, ob ihm zu warm ist. Ist dies der Fall, ist es ratsam, das schlafende Baby umzuziehen. Denn ein überwärmtes Baby schläft in der Regel einfach weiter, ein frierendes Baby beschwert sich lautstark.
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Quellen:
Deans, A.: Die Schwangerschaftsbibel. Südwest Verlag, München 2007
Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer, München 2007
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.kindergesundheit-info.de (Stand: Oktober 2008)
Autor: Theresa Nikley
Letzte Änderung am: 25.05.2009
