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Sonnenschutz für Kinder

Spielende Kinder im Garten

Wenige Vorsichtsmaßnahmen reichen aus, um Kinder vor der Sonne zu schützen
(Foto: BananaStock)

Bei Sonne und Wärme spielen Kinder gern im Freien und sind der UV-Strahlung besonders stark ausgesetzt. Ein guter Sonnenschutz für Kinder ist daher sehr wichtig. Vor allem für die Haut von Säuglingen und Kleinkindern ist direkte Sonnenbestrahlung schädlich, da die Kinderhaut noch nicht schnell und ausreichend Pigmente produzieren kann, die einen hauteigenen UV-Schutz darstellen. Zudem ist die Kinderhaut noch nicht in der Lage, UV-Schäden zu „reparieren“. Erst mit zunehmendem Alter entwickelt sich dieser körpereigene Schutz.


Gefährliche UV-B-Strahlung
Direkte Sonnenbestrahlung vermeiden
Sonnengerechte Kleidung
Sonnenschutzmittel
Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Gefährliche UV-B-Strahlung

Die UV-Strahlung der Sonne ist für den Menschen wichtig, sie fördert die Vitalität, die seelische Ausgeglichenheit und regt die Bildung von Vitamin D an, welches den Knochenbau und das Immunsystem stärkt. Auf die Haut kann sich UV-Strahlung jedoch sehr negativ auswirken und Hautkrebs verursachen.

UV-Strahlen werden abhängig von ihrer Wellenlänge in UV-A- und UV-B-Strahlen unterteilt. UV-A-Strahlen können unter anderem eine vorzeitige Alterung der Haut, Sonnenallergien und andere Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Eine starke UV-B-Strahlung kann für Hautkrebs verantwortlich sein.

Durch die dünner werdende schützende Ozonhülle gelangen vermehrt UV-Strahlen, vor allem UV-B-Strahlen, auf die Erde. Damit wird Sonnenbestrahlung immer gefährlicher für die Haut. Wie schädigend die Sonne für die Haut ist, ist von einigen Faktoren – wie dem Breitengrad des Aufenthaltsorts, der Jahres- und Tageszeit und der Dauer der Sonnenbestrahlung – abhängig.

Jede Hautrötung und jeder Sonnenbrand können die Zellstruktur der empfindlichen Kinderhaut verändern und steigern das Risiko, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken. Da bereits ein kurzer Aufenthalt in der prallen Sonne gefährlich sein kann und 80 Prozent der UV-Bestrahlung im Kindes- und Jugendalter aufgenommen werden, ist es wichtig, immer für einen ausreichenden Sonnenschutz zu sorgen.


Direkte Sonnenbestrahlung vermeiden

Wenige Vorsichtsmaßnahmen reichen aus, um Kinder vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne zu schützen. Im ersten Lebensjahr sollten Babys nicht der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein. Die positiven Auswirkungen der Sonnenbestrahlung erfährt ein Kind auch durch indirekte Sonnenbestrahlung im Schatten. Um zudem eine Überhitzung des Babys oder einen Sonnenstich zu vermeiden, ist ein zusätzlicher Sonnenschutz wie ein Schirm oder Verdeck ratsam. Da die Babyhaut sehr empfindlich ist, sollte auf Sonnenschutzcremes oder -öle verzichtet und stattdessen auf eine sonnengerechte Kleidung geachtet werden.

Auch nach dem ersten Geburtstag ist es nicht zu empfehlen, dass Kleinkinder in der direkten Sonne spielen. Schattige Plätze und kindgerechte Sonnenschutzmittel für Gesicht und Hände bieten einen guten Sonnenschutz für Kinder zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr. Ab dem siebten Lebensjahr verträgt die Kinderhaut die direkte Sonne in Maßen, eine Sonnencreme ab Lichtschutzfaktor (LSF) 15 ist an unbekleideten Körperstellen empfehlenswert. Die Mittagssonne sollte in jedem Alter aufgrund ihrer Intensität gemieden werden.


Sonnengerechte Kleidung

Um einen ausreichenden Sonnenschutz für Kinder zu garantieren, ist die sonnengerechte Kleidung sehr wichtig.

  • Ein Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nachenschutz schützt den Kopf und insbesondere das empfindliche Gesicht, den Nacken und die Ohren.
  • Langärmelige Hemden oder T-Shirts sowie möglichst lange Hosen sind ideal, um möglichst viel vom Körper zu bedecken.
  • T-Shirts, Hemden und Hosen sollten aus einem Stoff sein, der UV-Schutz bietet. Der so genannte UV-Protektionsfaktor (UVP) sollte mehr als 30 betragen.
  • Im Wasser schützt ein T-Shirt mit einem hohen UVP die Schultern und den Rücken. Ein nasses Baumwoll-T-Shirt bietet hingegen keinen ausreichenden Schutz, da es strahlungsdurchlässig ist.
  • Schuhe, die den Fuß möglichst weitgehend bedecken, schützen den empfindlichen Fußrücken und die Ferse.

Neben der Haut brauchen auch die Augen einen ausreichenden Schutz vor Sonnenlicht und UV-Strahlen, um Entzündungen der Horn- und Bindehaut zu vermeiden. Zum Schutz ist eine entsprechende Kopfbedeckung mit Sonnenschirm oder eine kindgerechte Sonnenbrille mit UV-Filter ratsam.


Sonnenschutzmittel

Im ersten Lebensjahr sollte auf Sonnenschutzmittel verzichtet werden. Auch anschließend ist ein sparsamer Umgang damit ratsam. Zwar schützen Sonnencreme und -lotion vor einem Sonnenbrand, fördern aber die Bildung von Pigmentmalen. Diese stellen ebenfalls einen Risikofaktor für Hautkrebs dar.

Bei Kleinkindern empfiehlt sich ein spezielles Kinder-Sonnenschutzmittel, das die Kinderhaut weniger austrocknet. Der geeignete LFS für Kinder beträgt mindestens 15, besser 20. Das Sonnenschutzmittel sollte UV-A- und UV-B-Strahlen blocken. Wichtig ist, dass die Sonnencreme rechtzeitig, am besten eine halbe Stunde vor dem Hinausgehen an allen unbedeckten Körperstellen sorgfältig aufgetragen wird. Bei längeren Aufenthalten im Freien muss die Haut wiederholt eingecremt werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Beim Schwimmen oder Spielen am Wasser ist es wichtig, wasserfeste Sonnenschutzmittel aufzutragen. Es ist ratsam, das Kind nach jedem Baden erneut mit Sonnencreme einzucremen.


Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Falls es doch einmal zu einem Sonnenbrand kommen sollte, helfen bei leichten bis mittleren Fällen kalte Umschläge, um die Haut zu kühlen. Zudem können juckreizstillende Gele aus der Apotheke oder eine After-Sun-Lotion die Haut beruhigen. Bei schweren Sonnenbränden ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Rein oberflächlich erholt sich die Haut in der Regel schnell von einem Sonnenbrand, tiefer gehende Schäden können jedoch nicht behoben werden.



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Quellen:
Deutsche Krebshilfe e.V. (Hrsg.): (Kinder-)Haut schützen. Präventionsratgeber Nr. 7, Bonn 2008
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.kindergesundheit-info.de (Stand: Dezember 2008)
Renz-Polster, Dr. H. et al.: Gesundheit für Kinder. Kösel, München 2007

 

Autor: Theresa Nikley 
Letzte Änderung am: 19.06.2013
 
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