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Spermienverbesserung

Die Möglichkeiten zur Spermienverbesserung sind umstritten. Wenn bereits schlechte Werte vorliegen, gibt es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass irgendwelche Behandlungen oder anderen Maßnahmen zu einer Verbesserung führen. Andererseits sollte es im Interesse jeden Mannes (und auch seiner Partnerin) liegen, bereits im Vorfeld soviel wie möglich für die eigene Gesundheit und damit möglicherweise auch für die Zeugungsfähigkeit zu tun. Unsere nachfolgenden Tipps sind also ohne Gewähr, jedoch bestimmt förderlich für Ihr Allgemeinbefinden.

Was können Sie tun, um die Qualität und Quantität Ihrer Spermien eventuell zu erhöhen?

  • Hören Sie mit dem Rauchen auf.
    Wer raucht, hat weniger und weniger bewegliche Spermien. Die Rate der Fehlgeburten steigt, wenn beide Partner rauchen.

  • Halten Sie sich von Marihuana fern.
    Der Langzeitgebrauch von Marihuana reduziert die Spermienproduktion und erhöht den Anteil an missgebildeten Spermien.

  • Nehmen Sie keine harten Drogen.
    Von Kokain, Heroin und anderen harten Drogen ist bekannt, dass sie einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit wie auch auf die Entwicklung des Baby nehmen können. Durch den Drogenkonsum des Vaters kann ein Kind Entwicklungsstörungen bekommen.

  • Weg vom Alkohol.
    Auch schon das eine oder andere Glas Wein oder Bier, erst recht höherprozentiger Alkohol, kann den Testosteron-Spiegel senken und die Spermienquantität wie Spermienqualität negativ beeinflussen.

  • Treiben Sie Sport - aber in Maßen.
    Männer, die es mit dem Sport übertreiben, produzieren viel Testosteron und erhitzen ihren Körper zu sehr. Dies hat einen negativen Einfluss auf die Spermienproduktion - nicht zuletzt, weil die Hoden auf die Überhitzung mit einer Reduzierung der Spermienproduktion reagieren.

  • Finger weg von Anabolika.
    Unter dem Einfluss von Anabolika können die Hoden sich zurückbilden und Sie können unfruchtbar werden.

  • Essen Sie genügend Vitamin C.
    Das hat einen positiven Einfluss auf die Produktion gesunder Spermien. Nehmen Sie täglich etwa 60 mg (wenn Sie rauchen bis zu 100 mg) Vitamin C zu sich.

  • Achten Sie auf Zink.
    Sie sollten mindestens 12 bis 15 mg täglich essen. Ein Zinkmangel reduziert die Spermienanzahl und den Testosteron-Spiegel.

  • Vergessen Sie Calcium und Vitamin D nicht.
    Männer mit Kinderwunsch sollten täglich mindestens 1.000 mg Calcium und 10 Mikrogramm Vitamin D zu sich nehmen, um ihre Spermienqualität und -quantität zu verbessern.

  • Nehmen Sie nicht das falsche Antibiotikum.
    Nitrofurane (Nitrofurazon, Nitrofurantoin) und Makrolidantibiotika (z.B. Erythromycin, Spiramycin, Josamycin sowie Azalide) sind bekannt dafür, dass sie zeitweise die Spermienqualität und -quantität beeinflussen. Wenn Sie Antibiotika einnehmen müssen, fragen Sie den Arzt nach einem Mittel, welches keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat.

  • Achten Sie auf Umweltgifte.
    Halten Sie sich von den bekannten Giften fern wie Pestiziden, Blei, giftigen Chemikalien, radioaktiver Strahlung u.a.

  • Halten Sie die Hoden kühl.
    Achten Sie darauf, weite Unterhosen und Hosen zu tragen, damit die Hoden in ihrer natürlichen Entfernung vom Körper kühl bleiben können. In enge Unterhosen und Hosen gequetscht, erwärmen sie sich auf Körperkerntemperatur und reagieren mit einer verminderten Spermienproduktion.

  • Geben Sie in der Sauna und in heißen Bädern nur eine Stippvisite.
    Mal kurz in die Sauna ist nicht das Problem - wenn Sie aber lange in der heißen Wanne sitzen oder zu lange in der Sauna bleiben, erwärmen sich die Hoden und erwärmte Hoden reagieren mit der Verringerung der Spermienproduktion.

  • Treiben Sie es nicht zu oft.
    Eine Pause zwischen den Ejakulationen erhöht die Spermienanzahl im Ejakulat. Statistisch hat man ermittelt, dass eine Abstinenz von 4-5 Tagen das Maximum an Spermien bringt.

Nicht immer gewinnt der Fittere
Bislang vertraten die Wissenschaftler die "Macho-Spermien-Theorie", nach der das fitteste und gesündeste Spermium das Rennen zum Ei gewinnt und zur Befruchtung kommt. Sie gingen davon aus, dass langsame, beschädigte und deformierte Spermien eine Eizelle nicht befruchten können. Nun hat sich aber neuerdings gezeigt, dass auch deformierte und beschädigte Spermien in der Lage sind, Eizellen zu befruchten. Das kann in sehr seltenen Fällen auch zur Folge haben, dass der Nachwuchs ein erhöhtes Risiko hat, an Leukämie zu erkranken oder an Nierenkrebs oder dass die Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko einer Fehl- und Frühgeburt einhergeht.

Daher gilt auch für Männer:
Wenn Sie Kinder zeugen möchten, leben Sie gesund, ernähren Sie sich gesund, halten Sie sich fern von schädlichen Einflüssen, Rauchen, Drogen und Umweltgiften.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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