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Symptothermale Methode

Die symptothermale Methode ist eine Möglichkeit der natürlichen Empfängnisplanung. Sie greift nicht in den weiblichen Körper oder Zyklus ein. Das Prinzip der symptothermalen Methode beruht auf der Beobachtung und Auswertung von zwei wichtigen Körpervorkommnissen:

  1. Die Basaltemperatur wird gemessen (thermal).

  2. Die Veränderung des Zervixschleims wird beobachtet (sympto).

Aus den Ergebnissen dieser beiden Beobachtungen lassen sich eindeutige Rückschlüsse auf die fruchtbaren Tage einer Frau ziehen.

Basierend auf der Erkenntnis, dass weibliche Eizellen maximal zwölf Stunden befruchtbar und männlichen Spermien 72 Stunden überlebensfähig sind, kann mit dieser Methode ein ziemlich genauer Einblick in das körperliche Geschehen während des Zyklus gewonnen werden.

Die symptothermale Methode der Empfängnisverhütung erfüllt drei wesentliche Aufgaben:

  • Sie bietet eine zuverlässigen Möglichkeit zur Vermeidung einer ungeplanten Schwangerschaft

  • Sie bietet eine zuverlässige Aussage, um gezielt ein Wunschkind zu planen

  • Sie bietet bei der Sterilitätsbehandlung eine wertvolle Hilfe und unterstützt den Arzt bei der Sterilitätsdiagnostik

Zur Unterstützung der Auswertung der Beobachtungen werden mittlerweile zahlreiche elektronische Hilfen angeboten, die in der Lage sind, anhand der Basaltemperatur und weiteren Informationen wie z.B. Zwischenblutungen, Menstruationsschmerzen oder Medikamenteneinnahme die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage zu errechnen.

Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für die symptothermale Methode 0,5.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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