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Vaginalschwamm

Der Vaginalschwamm ist ein mechanisches Verhütungsmittel kombiniert mit einem chemischen Empfängnisverhütungsmittel zur Verhinderung von unerwünschten Schwangerschaften. In Deutschland werden solche Schwämme (noch) nicht oder nur sehr vereinzelt angeboten.

Derartige Schwämme, die mit einem Spermizid getränkt sind, werden von verschiedenen Firmen angeboten. Meist besteht ein solcher Vaginalschwamm aus Polyurethanschaum und ist für den Einmalgebrauch gedacht. Der Schwamm kann mit der Hand oder mit Hilfe eines Applikators in die Scheide eingeführt und vor der Gebärmutter platziert werden. Das Spermizid bewirkt die Immobilisierung und Abtötung der Spermien. Die Wirkungsdauer beträgt ca. 24 Stunden.

Vaginalschwämme sollten nicht während der Menstruation angewendet werden.

Auch der Protectaid® Empfängnisverhütungsschwamm (links) funktioniert als Barriere für die Spermien, die wegen des Schwamms nicht in die Gebärmutter gelangen können. Der Polyurethanschaum ist mit dem chemischen Empfängnisverhütungsmittel F-5 Gel® getränkt. Dieses Gel besteht aus drei verschiedenen Substanzen: Nonoxynol-9 (NX9), Benzalkonium Chloride (BKC) und Sodium Cholate (NACOL).

In der Protectaid-Verpackung sind die einzelnen Schwämmchen separat verpackt und können sofort verwendet werden. Nach Herstellerangaben bieten die Schwämmchen während der gesamten Anwendungszeit von maximal zwölf Stunden eine ziemlich sichere Empfängnisverhütung - unabhängig davon, wie oft die Frau Geschlechtsverkehr hat. Irritationen der Haut sind bei einer Anwendungsdauer von sechs bis zwölf Stunden nicht nachgewiesen worden. Klinische Versuche haben eine Anwendungssicherheit von 86 Prozent ergeben.

Die Todaysponge-Schwämmchen (rechts) sind auch aus Polyurethanschaum, allerdings sind sie mit dem Spermizid Onoxynol-9 getränkt.

Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für Vaginalschwämme zwischen 5 und 10.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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