Tipps zur Gesunderhaltung der Venen
Menschen, die im Berufsalltag meistens sitzen, sollten gelegentlich ihre Beine bewegen
(Quelle: DAK/Rickers)
Bei der Behandlung von Venenleiden ist der Arzt auf Ihre aktive Mithilfe angewiesen. Wenn es Betroffenen gelingt, das eigene Verhalten der Krankheit anzupassen und im Alltag einige wichtige Regeln zu beherzigen, kann dies zum Erfolg der Therapie entscheidend beitragen. Folgende Punkte sind für Sie besonders wichtig:
Übergewicht reduzieren
Wenn Sie übergewichtig sind, versuchen Sie abzunehmen. So können Sie die Belastung Ihrer Venen reduzieren.
Ballaststoffreich ernähren
Ernähren Sie sich ballaststoffreich, also mit viel frischen Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Eine ballaststoffarme Ernährung begünstigt Verstopfungen und starkes Pressen beim Stuhlgang fördert die Entstehung von Krampfadern.
Ausreichend trinken
Trinken Sie täglich zwei bis drei Liter (natriumarmes) Wasser, besonders bei warmem Wetter. Dies verhindert eine Verdickung des Bluts und eine Thrombose. Vermeiden Sie hingegen Alkohol im Übermaß.
Körper bewegen
Bewegen Sie sich im Alltag mehr. Wenn Sie eine sitzende Tätigkeit ausüben, stehen Sie öfter mal auf, vertreten Sie sich die Beine und benutzen Sie die Treppe anstatt den Aufzug. Legen Sie auch kurze Strecken nicht mit dem Auto zurück, sondern benutzen Sie das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß.
Sport treiben
Machen Sie gezielte Übungen für Beine und Venen. Das Gehen auf der Stelle oder Anspannen der Wadenmuskulatur sind gut für die Venen. Generell gilt: Laufen und Liegen sind besser als Stehen und Sitzen.
Einengende Bekleidung vermeiden
Achten Sie darauf, dass Hosen und Gummibänder in Strümpfen weit genug sind, um den Blutfluss in den Beinen nicht zu beeinträchtigen. Stützstrümpfe aktivieren den Blutfluss, weil Sie die Beine nur geringfügig einengen. Richtig getragen verringern sie das Risiko einer Thrombose.
Flache Schuhe tragen
Tragen Sie vor allem im Sommer Schuhe mit flachen Absätzen, die Ihre Füße nicht einengen. Verzichten Sie generell auf Schuhe mit hohen Absätzen oder Schuhe, die vorne spitz zulaufen. Liegt bei Ihnen nicht zusätzlich eine Diabeteserkrankung oder eine arterielle Verschlusskrankheit vor, wirkt sich auch das Barfußgehen positiv auf Ihre Beine aus.
Richtig sitzen
Besonders wenn Sie einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, sollten Sie Ihre Beine weder den ganzen Tag überkreuzen noch baumeln lassen. Stellen Sie die Füße flach auf den Boden oder auf eine Fußstütze.
Beine abwechselnd warm und kalt abduschen
Duschen Sie Ihre Beine öfter einmal kalt ab. Auch Wechselduschen mit kaltem (10 bis 16 Grad) und warmem (28 Grad) Wasser sind gut für die Venen. Beenden Sie das Duschen immer damit, dass Sie Ihre Beine mit kaltem Wasser abspritzen. Heiße und ausgiebige Bäder führen dazu, dass sich die Venen erweitern.
Beine hoch lagern
Platzieren Sie in Ruhephasen die Beine etwas höher als das Herz. So kann das Blut wieder einfacher zum Herz zurück fließen. Auch nachts können Sie Ihre Beine hoch lagern, indem Sie das Fußende Ihres Betts höher stellen oder Ihre Beine auf Kissen legen.
Venengymnastik
Machen Sie gezielte Übungen für Ihre Beine und Venen.
Bei weiteren Fragen zur Gesunderhaltung der Venen können Sie sich gerne an unsere Expertenrat wenden.
Quellen:
Beers, M.H. (Hrsg.).: MSD Manual. Handbuch Gesundheit. Wilhelm Goldmann, München 2005
F.A. Brockhaus Gesundheit (Hrsg.): Der Brockhaus Gesundheit. F.A. Brockhaus Gesundheit, Leipzig 2006
Online Informationen der Deutschen Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e.V.: www.deutsche-gefaessliga.de (Stand: Februar 2008)
Autor: Jessica Schmid
Letzte Änderung am: 17.09.2008
