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Vitamin D: Schwangere sind nicht ausreichend versorgt


Neue Studie 

Vitamin D: Schwangere sind nicht ausreichend versorgt 


Vitamin D in Schwangerschaft Vitamin D ist ein lebenswichtiger Nährstoff. Speziell in der Schwangerschaft ist eine optimale Versorgung besonders wichtig für Mutter und Kind. Die Realität sieht allerdings anders aus: Ein Forscherteam der Justus-Liebig-Universität Gießen hat im Rahmen einer neuen Studie drastische Versorgungmängel nachgewiesen. 

Vitamin D ist nur in wenigen Lebensmitteln enthalten, sodass die Zufuhr des Vitamins über die übliche Ernährung nur einen geringfügigen Beitrag zur Versorgung leistet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Mehrheit der Deutschen (82 % der Männer, 91 % der Frauen) zu wenig Vitamin D aufnimmt. Bei jungen Frauen liegt der Wert sogar bei 96 %. Eine große Rolle spielt deshalb die körpereigene Vitamin-D-Produktion: Unter dem Einfluss von Sonnenlicht kann das Vitamin in der Haut gebildet werden – das hat dem Nährstoff auch den Beinamen „Sonnenvitamin“ eingebracht. In unseren Breitengraden reicht allerdings die Sonnenstrahlung in der Hälfte des Jahres nicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Das kann vor allem in der Schwangerschaft problematisch werden. Umso alarmierender sind die Ergebnisse einer neuen Studie, die schwerwiegende Versorgungsmängel bei Schwangeren nachweist, die sich nicht nur auf die Wintermonate beschränken.

Überblick Neue Studie: Schwangere sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt

Unter der Leitung von Prof. Dr. Clemens Kunz wurde am Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität in Gießen (Hessen) eine Studie mit 261 Schwangeren und 328 Neugeborenen durchgeführt. Dabei stellten die Forscher fest, dass 98 Prozent – also fast alle − der untersuchten Schwangeren in den Wintermonaten nicht den Vitamin-D-Status erreichten, der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird. Doch auch im Sommer, wenn durch die Sonneneinwirkung eine vermehrte körpereigene Vitamin-D-Bildung stattfinden sollte, war die Versorgung oftmals nicht ausreichend. Die Gießener Ernährungswissenschaftler empfehlen daher, eine routinemäßige Bestimmung des Vitamin-D-Status in die Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere aufzunehmen. Wird auf diesem Wege eine unzureichende Versorgung festgestellt, sollten die Betroffenen nach Ansicht der Forscher Vitamin-D-haltige Präparate einnehmen. Zudem empfehlen die Experten, dass Schwangere in den Wintermonaten generell auf entsprechende Präparate zurückgreifen sollten. Natürlich sollte dies nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, der auch wichtige Hinweise zur Dosierung und zur Dauer der Behandlung geben kann.

Vitamin D in der Schwangerschaft

Eine gute Vitamin-D-Versorgung in der Schwangerschaft ist wichtig – sowohl für die Mutter als auch für das werdende Kind. So deuten zahlreiche Studien auf einen Zusammenhang zwischen einer schlechten Vitamin-D-Versorgung der Mutter und dem Auftreten von Komplikationen hin. Dabei kann z. B. das Risiko der Mutter für Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Infektionen und Frühgeburten steigen. Das ungeborene Kind kann z. B. durch Defizite im Knochenaufbau, Lungenerkrankungen oder Diabetes mellitus beeinträchtigt werden.

Weitere interessante Informationen rund um Vitamin D finden Sie hier:
http://www.vitalstoffe-lexikon.de/vitalstofflexikon/vitamine-vitamin-d.html  


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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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