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Zahnbürsten

Zahnbürsten - So treffen Sie die richtige Wahl
Für Ihre Zahnpflege bekommen Sie im Handel eine unübersichtliche Zahl von Zahnbürsten (Hand-Zahnbürsten und elektrische Zahnbürsten). Das Angebot reicht von Zahnbürsten mit Schwingkopf bis hin zum Kurzkopf von Zahnbürsten mit geraden Borsten bis hin zu solchen mit schräg angeordneten. Welche ist also die richtige Zahnbürste? Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir Ihnen nachfolgend einige Tipps zur Auswahl der für Sie geeigneten Zahnbürste zusammen gestellt.

Die richtige Zahnbürste
Eine Zahnbürste sollte bestimmte Eigenschaften haben, um wirklich optimal für die Zahnpflege geeignet zu sein. Wichtig ist es auch, die Zahnbürste regelmäßig alle sechs bis acht Wochen zu wechseln, denn danach funktioniert eine Zahnbürste nicht mehr richtig - im Gegenteil: die Zahnbürste wischt nicht mehr richtig, und die abstehenden Borsten können das Zahnfleisch verletzen. Um dies zu verhindern, gibt es inzwischen sogar Zahnbürsten, die ihr Ende farblich anzeigen.

  • Bürsten-Kopf
    Bitte verwenden Sie Zahnbürsten mit Kurzkopf. Der Bürsten-Kopf sollte nicht länger als 2 bis 2,5 cm sein. Der kurze Kopf zwingt zu kleinen Bewegungen.

  • Borstenfeld
    Das Borstenfeld sollte vielbündelig, plan abgeschnitten und die einzelnen Borsten in sich abgerundet sein.

  • Stärke / Härte der Borsten
    Verwenden Sie im Regelfall Borsten von mittlerer Stärke.

  • Bürsten-Griff
    Abgewinkelte Bürsten-Griffe oder in Höhenanordnung und Felddichte unterschiedlich gebündelte und angeordnete Borsten sind für eine gründliche Zahnreinigung nicht entscheidend. In manchen Fällen (z.B. schlecht erreichbare Weisheitszähne) bieten sie jedoch oft eine günstigere Möglichkeit der Zahnreinigung.

  • Wann eine neue?
    Wechseln Sie Ihre Zahnbürste alle 6 bis 8 Wochen oder dann, wenn sich die Borsten deutlich nach außen biegen (siehe Bild rechts).

  • Für jeden eine eigene Bürste
    Jeder, auch Kinder, sollte eine eigene Zahnbürste und einen eigenen Mundspül-Becher besitzen, bei elektrischen Bürsten einen eigenen Bürstenaufsatz.

  • Keine Naturborsten
    Die feinen Markkanälchen der Haare bieten ideale Schlupfmöglichkeiten für Bakterien. Diese können immer wiederkehrende Entzündungen im Mund verursachen. Außerdem spleißen die Borsten an den Schnittstellen aus und die Haare sind insgesamt zu weich, um eine ausreichende Reinigung zu erzielen.

Für Reisen oder kurzfristige Benutzung bieten sich Einmal-Zahnbürsten an.

Andere nützliche Hilfsmittel zur Zahnpflege finden Sie hier.


Reinigung der Zahnbürste

Reinigen Sie Ihre Zahnbürste nach Benutzung unter fließendem Wasser und lassen Sie sie stehend, mit dem Bürstenkopf nach oben, in Ihrem Zahnputzbecher trocknen.

Eine gründliche Trocknung ist wichtig, um ein feuchtes Milieu zu vermeiden, in dem Bakterien und Pilze Nährboden finden. Diese können Entzündungen im Mund verursachen. Besonders bei schon vorhandenen Erkrankungen, z.B. Erkältungen, ist eine gründliche Bürstenreinigung ratsam. Tauchen Sie die Zahnbürste in diesen Fällen ruhig nach jeder Reinigung in ein desinfizierendes Mundspülmittel und lassen die Bürste, ohne nochmaliges Abspülen mit Wasser, aufrecht stehend trocknen. Durch diese leichte Desinfektion wird die Anzahl der Bakterien im Borstenfeld deutlich eingeschränkt und somit die Möglichkeit der erneuten Eigeninfektion eingeschränkt.


Zahnbürste mit Kamera

Zahnbürsten sind das bei der Zahnpflege bei weitem am häufigsten genutzte Hilfsmittel. Aber: die normale Zahnbürste kommt nicht in jede Ecke. Man putzt und putzt und hat doch das Gefühl, dass zwischen den Zähnen noch Essensreste stecken. So etwas führt nicht nur zu Karies und Mundgeruch, sondern wird auch mit Lungenkrankheiten in Verbindung gebracht.

Monitor zum Überprüfen
Hier kommt Hilfe aus Japan: eine Zahnbürste mit Videokamera. Dort wurde eine neuartige elektrische Zahnbürste erfunden: direkt bei den Borsten sitzt eine Minikamera auf einem kleinen Stiel und schaut dem Bürstenden in den Mund. Sie ist an einen Monitor angeschlossen, auf dem man dann sieht, wo noch Essensreste weggebürstet werden müssen.


Die richtige Zahnputztechnik

Die richtige Zahnputztechnik sollte aus einer kombinierten Roll- und Auswischtechnik bestehen. Die hier vorgestellte Zahnputztechnik eignet sich für Erwachsene und Kinder mit schon entsprechend ausgebildetem manuellen Geschick (ab ca. 10 Jahren). Sie ist etwas schwierig zu erlernen, reinigt aber besonders effektiv.

So geht's!

Setzen Sie den Bürstenkopf im Winkel von ca. 45° zur Zahnachse halb auf Zahn und Zahnfleischsaum an. Die Borstenenden reichen jetzt minimal unter die Zahnfleischgrenze. Drücken Sie die Zahnbürste leicht an (Anpressdruck von ca. 200g ) und führen Sie kleinste Kreisbewegungen auf der Stelle aus. Damit lösen Sie lose und bereits verklebte Speisereste auf Zahnoberfläche und Zahnfleisch.

Nach 3 bis 4 Kreisbewegungen ziehen Sie den Bürstenkopf unter Zahnkontakt durch eine ausrollende Bewegung aus dem Handgelenk zur Zahnoberkante weg. Mit dieser ausstreichenden Bewegung wird der zuvor gelöste Belag (Plaque) endgültig entfernt.
Setzen Sie die Bürste nun erneut auf dem Zahnfleischrand an und wischen zur Zahnkrone hin aus.

Wiederholen Sie diese Auswischbewegung in einem Bereich von jeweils 2 bis 3 Zähnen 5 bis 6 mal. Reinigen Sie so Abschnitt für Abschnitt. Ein systematisches Vorgehen erleichtert Ihnen die Arbeit und Sie sind sicher, keine Bereiche zu vergessen.

Beispiel

  • Beginnen Sie links, oben, außen am letzten Zahn und arbeiten Sie nach rechts, hinten, außen, letzter Zahn.

  • Wechseln Sie auf die rechte Zahninnenseite und setzen Sie auch hier den Bürstenkopf parallel zur Zahnreihe im Winkel von ca. 45° an.

  • Wiederhohlen Sie die gleichen Bewegungen, wobei die Innenseite im Bereich Eckzahn zu Eckzahn mit senkrecht angesetztem Bürstenkopf geputzt werden sollte. Dies ermöglicht auch bei engem Kiefer eine gründliche Reinigung.

  • Halten Sie den Bürstengriff möglichst senkrecht, sonst erkennen Sie Ihren Badezimmerspiegel nicht wieder.

  • Links, am Ausgangspunkt angekommen, reinigen Sie zum Schluss die Kauflächen der Seiten- und Backenzähne mit kleinen, kreisenden Bewegungen.

  • Verfahren Sie im Unterkiefer ebenso.

Keine Angst, es hört sich kompliziert an, ist aber durchaus zu meistern. Am Anfang wird das Zähneputzen sicherlich etwas mühsam sein (auch Ihr Handgelenk werden Sie spüren), aber Sie werden merken: so saubere, glatte Zähne hatten Sie lange nicht mehr!

Nehmen Sie die berühmten 3 Minuten Zahnputzdauer anfangs nicht als Maßstab - es wird deutlich länger dauern. Putzen Sie alles systematisch durch und freuen Sie sich, wenn die neue Technik funktioniert. Kehren Sie nicht aus Frust zu alten, unzureichenden Putzgewohnheiten zurück. Nur Übung macht den Meister!

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 10.12.2007
 
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